weather-image
25°

Fleißiger Holzfäller am Werk

3.2
3.2
Bildtext einblenden
Die Nagespuren an diesen Bäumen an der Berchtesgadener Ache sind noch nicht lange da. Offensichtlich hat es sich ein Biber schmecken lassen. (Fotos: privat)

Berchtesgaden – Bernhard Böhnisch hat an der Berchtesgadener Ache Bäume entdeckt, die eindeutig von einem Biber angenagt worden waren. Schon im Oktober hat sich ein Biber in den Mühlbach zwischen dem Wehr an der Bavariakreuzung und dem Wehr am Hofbrauhaus verirrt. Im Landratsamt gibt es extra einen Mitarbeiter, der für Biber und eventuelle Schäden durch den Nager zuständig ist: Matthias Kringer, erreichbar unter Telefon 08651/773852.


Von dem Biber, der kürzlich an der Berchtesgadener Ache gegenüber der Kläranlage »tätig« war, wusste das Landratsamt laut Pressesprecher Andreas Bratzdrum noch nichts. In der Regel erfährt es das Landratsamt von Bürgern, wenn Biberspuren und -schäden entdeckt worden sind.

Anzeige

Auf die Frage, ob angenagte Bäume gefällt werden müssen, antwortet Bratzdrum: »Ob eine Fällung notwendig ist, muss der Eigentümer abwägen. Sofern die Bäume auf öffentliche Wegen fallen könnten, ist auch die Gemeinde als örtliche Behörde in diesem Fall zuständig. Dies müsste beurteilt werden.«

Biber verbreiten sich entlang von Gewässern. Daher sei es wahrscheinlich, dass das Tier in Berchtesgaden von Österreich über die Salzach und die Berchtesgadener Ache eingewandert ist.

Wie auf der Internetseite des sogenannten »Bibermanagements« des Landratsamts zu lesen ist, darf ein Biber nur klar definierten Ausnahmefällen gefangen oder getötet werden. Denn der Biber gemäß des Bundesnaturschutzgesetzes »ein besonders und streng geschütztes Tier«, wie Bratzdrum betont. Es könne aber manchmal »zielführend sein, Biber zu entnehmen, wenn dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden vermieden werden können«. Annabelle Voss