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Flüchtlingswelle reißt nicht ab

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Piding – Ein Pkw mit ungarischem Kennzeichen reiste am Montag über den Grenzübergang Bad Reichenhall ins Bundesgebiet ein und fiel dabei einer Streife der Pidinger Schleierfahnder auf. Bei der Kontrolle des mit fünf Personen besetzten Mitsubishis konnte sich nur der Fahrer ausweisen.


Die vier Männer im Alter von 18 bis 34 Jahren stammten aus Syrien und sollten von dem 48-jährigen Ungarn nach München geschleust werden. Die »Reisegruppe« wurde von den Beamten festgenommen und zur weiteren Sachbearbeitung auf die Dienststelle gebracht.

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Die vier Syrer stellten Asylantrag und wurden zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in München weitergeleitet – der Schleuser ging in Haft.

Ein paar Stunden später, gegen 18 Uhr, wurden die Fahnder auf weitere illegale Migranten aufmerksam.

Ein bosnischer Lkw-Fahrer sprach am Zollparkplatz einen Beamten der Schleierfahndung an, da er im Laderaum seines Sattelaufliegers Klopfgeräusche und Stimmen gehört hatte. Alleine traute er sich nicht, den Auflieger zu öffnen, außerdem war dieser durch den kroatischen Zoll verplombt worden. Nachdem die Streife der Fahndung ebenfalls die Geräusche aus dem Innern des Lkw wahrgenommen hatte, war schnell klar, dass darin jemand versuchte, auf sich aufmerksam zu machen.

Die Beamten brachen die Plombe, öffneten den Auflieger und stellten zwei junge Männer auf der Ladefläche fest. Die 30 und 34 Jahre alten Männer aus Nigeria gaben an, nach Italien zu wollen, doch war die Reise anscheinend zu lang und anstrengend geworden und vermutlich wegen Erschöpfung und Hunger mussten sie dafür sorgen, dass sie aus dem Lkw herauskamen.

Bei der erneuten Verplombung des Sattelaufliegers durch den Zoll stellte sich dann heraus, dass die Nummer der Plombe nicht mit den kroatischen Zollpapieren zusammenpasste, dementsprechend also die Originalplombe zu einem noch nicht feststellbaren Zeitpunkt gelöst worden war, damit die beiden in den Laderaum gelangen konnten. Danach wurden die Türen des Sattelaufliegers mit einer anderen Plombe wieder verschlossen. Die beiden Nigerianer wollten nicht in Deutschland bleiben und versuchen nun über den behördlichen Weg nach Italien zu gelangen. fb