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Franz Rasp, die Zweite

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Franz Rasp hat gut lachen: Er darf sechs weitere Jahre Berchtesgadens Bürgermeister sein. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden – Der Wahlabend am Sonntag wird Franz Rasp in Erinnerung bleiben: Sechs weitere Jahre darf er Bürgermeister in Berchtesgaden sein. »Das war mein Ziel.« Der Rückhalt der Wähler: groß. Natürlich feierte der alte und neue Gemeindechef seinen Erfolg gebührend.


Als das Ergebnis endlich feststand, war Franz Rasp erst einmal erleichtert. »Ich habe die Wahl sehr ernst genommen«, sagt er im Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger« am Montag. »Panisch war ich allerdings zu keinem Zeitpunkt.« Klar, der Gegner, Michael Koller, galt lange Zeit als Konkurrent auf Augenhöhe. Der Wahlkampf des Freien Wählers: geschickt geführt, mit viel Emotion, das Team dahinter zeigte sich als Einheit. Auch Experten waren sich nicht sicher über den Ausgang der Wahl. Umso überraschender dann der deutliche Rasp-Sieg. Daran gezweifelt, künftig nicht mehr Berchtesgadens Bürgermeister zu sein, hat Rasp aber nie.

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Für ihn bedeutet das Ergebnis die Bestätigung seiner Arbeit der letzten Jahre. Mit den beiden neuen CSU-Bürgermeistern von Schönau am Königssee und Bischofswiesen, Hannes Rasp und Thomas Weber, sowie dem ohne Konkurrenz wiedergewählten Ramsauer Gemeindechef Herbert Gschoßmann möchte er die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit intensivieren. »Diesen Anspruch habe ich.« Keine »Berührungsängste« habe er mit dem im Talkessel einzig verbliebenen Bürgermeister der Freien Wähler, Franz Halmich aus Marktschellenberg. »Wir kennen uns ja bereits gut.«

Selbstverständlich hat Franz Rasp seinen Wahlsieg gebührend gefeiert: »Zuerst bin ich in die Schönau, später nach Bischofswiesen, um den neuen Bürgermeister-Kollegen zu gratulieren.« Dann ging es für ihn weiter in den »Goldenen Bär«, wo es eine Brotzeit gab. Da standen dann auch bereits die Gemeinderatsergebnisse fest (siehe eigener Artikel). Rasp wird in Zukunft familiäre Verstärkung haben: Bruder Sebastian wird die Partei im Gemeinderat verstärken. Ein Umstand, der bis vor acht Jahren gar nicht möglich gewesen wäre: Familiäre Bande, Geschwisterkonstellationen und Ehepaare waren in Gemeinden bis 10 000 Einwohner nicht erlaubt.

»Es warten spannende Zeiten auf uns«, sagt Rasp. Vor allem in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) stehen viele Veränderungen an, die Zahl der »Baustellen« ist groß. Ein neuer Vorsitzender wird gewählt. Rasp und seine Kollegen werden viel zu tun haben. Kilian Pfeiffer

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