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»Freie Fahrt« für neue Bahn-Haltestelle

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Wo jetzt noch Gras wild wuchert, soll der neue Bahnsteig entstehen, zumindest wenn es nach dem Willen der Gemeinde geht. (Foto: Hudelist)

Bischofswiesen – Die Pläne für den Umbau des Bahnsteiges und den neuen Zugang wurden bisher nur hinter verschlossenen Türen diskutiert. Am 23. Juli sollen sie in einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Fix ist bisher nur, dass die Deutsche Bahn den bisherigen Bahnsteig komplett neu baut.


Bürgermeister Thomas Weber skizzierte bereits vorab gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger« die Ideen des Städteplaners: »Die Gemeinde will eine Verlängerung des Bahnsteiges um 40 bis 50 Meter in Richtung Süden, der Städteplaner kann sich auch eine neue Brücke auf Höhe der Fußgängerampel und damit einen neuen Zugang zum Bahnsteig vorstellen.«

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Der Zug »Bahnhof Bischofswiesen Neu« nimmt Fahrt auf: Nach dem Verkauf des Bahnhofsgebäudes an einen privaten Käufer wollen jetzt DB und Gemeinde die Bahnsteige sowie die Anbindung der Haltestelle in Angriff nehmen. Die DB ist für den Neubau des Bahnsteiges verantwortlich, die Gemeinde für den Zugang. Ideen dafür hat der Städteplaner bereits dem Gemeinderat präsentiert.

Jetzt soll erstmals auch die Öffentlichkeit umfassend informiert werden, »und zwar in unserem Gemeindeblatt Ende Juni/Anfang Juli und in einer Bürgerversammlung am 23. Juli«, sagte Bürgermeister Thomas Weber. Die Ideen des Städteplaners sehen vor, dass der neue Bahnsteig 40 bis 50 Meter in Richtung Süden wandert. Am 17. Juni will die Gemeinde mit der Deutschen Bahn eine Absichtserklärung unterschreiben. Darin wird der Standort für den neuen Bahnsteig festgeschrieben. Die Gemeinde ist hingegen alleine für den Zugang zur Bahnhaltestelle verantwortlich, der soll ebenfalls neu gestaltet werden und über eine neue Brücke in Richtung Fußgängerampel führen, wenn es nach dem Städteplaner geht. Weber betont mehrmals, dass es für alle Ideen noch keine fertigen Pläne und demzufolge auch keine Kostenschätzungen gäbe. »Fix ist nur, dass die Bahn beim neuen Zugang ein Drittel mitzahlt, weil dadurch ein derzeit unbeschrankter Fußgängerübergang wegfällt und die Bahn dadurch wieder etwas an Fahrzeit gewinnt«, informierte Weber. Ein weiteres Drittel finanziert übrigens der Bund, für das letzte Drittel müsste die Gemeinde selbst aufkommen. Um welche Größenordnung es sich handelt, will Weber noch nicht wissen. Vor der Bürgerversammlung und dem nächsten Gemeindeblatt werden Bürgermeister und DB-Vertreter am 17. Juni in München eine Art Vorvertrag unterschreiben: »Das ist nichts anderes als eine Absichtserklärung, wer sich bei den Planungen worum kümmert.« Michael Hudelist