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Freunde des Heimatmuseums mit üppiger Ernte

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Werden auch die nächsten zwei Jahre die Geschicke des Vereins der Freunde des Heimatmuseums leiten (v.l.): Fritz Schelle, Irmgard Schöner-Lenz, Linda Pfnür und Dr. Hermann Amann. (Foto: Merker)

Berchtesgaden – Der Verein der Freunde des Heimatmuseums im Schloss Adelsheim hat bei seiner Mitgliederversammlung den bisherigen Vorstand in seinem Amt bestätigt. Der alte und neue Vorsitzende, Dr. Hermann Amann, konnte auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Museumsleiterin Friederike Reinbold erläuterte die Umbaupläne im Museum.


Knappe 200 Mitglieder hat der Verein der Freunde des Heimatmuseums. Im letzten Jahr kamen, auch dank einer Werbeaktion von Peter Reimers, der dem Museum sehr verbunden ist, 13 neue Mitglieder hinzu, wie Dr. Hermann Amann in seinem Bericht erläuterte. Drei Mitglieder, Paula Zinnbauer, Hans Richter und Bartl Ponn, verstarben und ihner wurde ehrend gedacht.

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»Ein Verein ist wie ein Apfelbaum«, meinte Dr. Amann, »er blüht jedes Jahr, doch trägt er nicht immer die gleiche Ernte.« Doch heuer war die Ernte des Vereins besonders reich. Das sah man alleine an den Ausstellungen, die organisiert wurden. Im Advent waren Krippen von 1900 bis heute ausgestellt, eine Ausstellung voller Überraschungen. Hier zeigte sich der 2. Vorsitzende, Fritz Schelle, kuratorisch verantwortlich. Ebenso die erfolgreiche Zunftausstellung hat er konzipiert. So eine große Ausstellung kann nur gelingen, wenn viele helfende Hände zupacken. Amann dankte einerseits den Leihgebern, andererseits allen, die dazu beigetragen haben, diese wichtige Ausstellung mit ihren einmaligen Exponaten in das Museum Schloss Adelsheim zu bringen. So hat Kreisheimatpfleger Johannes Schöbinger im Vorfeld zahlreiche der alten Urkunden gelesen, Andreas Pfnür hatte im Kirchenarchiv geforscht, Irmgard Schöner-Lenz hat die Texte verfasst und Linda Pfnür in gewohnter Weise die Organisation geleitet. Aufgrund der wertvollen Exponate musste eine ständige Aufsicht in der Ausstellung anwesend sein. Dank Anne Hafenmair vom Museum und den vielen Mitgliedern, die ehrenamtlich aufpassten und für Fragen der Besucher zur Verfügung standen, wurde diese Aufgabe gestemmt. Die Führungen von Kreisheimatpfleger Schöbinger stießen auf großes Interesse.

Zusammen mit dem Heimatkundeverein besuchten die Mitglieder die Zisterzienserabtei in Fürstenfeldbruck, eine Klostergründung, die als Sühne für einen Mord entstanden war. Am »Tag des offenen Museums« und am internationalen Museumstag garantierte der Verein den freien Eintritt für die Besucherinnen und Besucher, da er diesen übernahm. Zuletzt hat der Verein die Gedächtnisausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von Kurt Rittig in Zusammenarbeit mit dessen Sohn Prof. Kurt Rittig organisiert. Amann lobte diese Ausstellung, zeigte sie doch die ganze Bandbreite des künstlerischen Schaffens des Malers.

Nach dem Kassenbericht von Linda Pfnür und der Entlastung der Vorstandschaft fanden die Neuwahlen statt. Der 2. Bürgermeister von Berchtesgaden, Bartl Mittner, überbrachte die Grüße des Bürgermeisters und des Gemeinderates und freute sich, dass der Ramsauer Bürgermeister Herbert Gschoßmann anwesend war. »Denn das Museum Schloss Adelsheim ist nicht nur für Berchtesgaden zuständig, sondern für alle Gemeinden im Talkessel.«

Mittner fungierte dann in seiner gewohnt charmanten Art als Wahlleiter. Dabei wurde der alte Vorstand, bestehend aus dem 1. Vorsitzenden Dr. Hermann Amann, dem 2. Vorsitzenden Fritz Schelle, der Schriftführerin Irmgard Schöner-Lenz und der Kassiererin Linda Pfnür, im Amt bestätigt.

Museumsleiterin Friederike Reinbold erklärte die bald erfolgenden Umbauten im Museum, die aufgrund des Brandschutzes notwendig sind. Der Kreistag hatte dieser Investition zugestimmt, da die einzige Alternative dazu die Schließung des Museums wäre. »Während der Schließungsphase im Winter werden die Einbauten erfolgen«, berichtete Reinbold. In Zuge dessen wird der Kassenraum in den ehemaligen Dia-Tonschauraum verlegt, um im alten Kassenraum zusätzliche Ausstellungsfläche zu gewinnen. Auch im nächsten Jahr sind Sonderausstellungen geplant. So eine Gedächtnisausstellung über den Bildhauer Hans Richter, das Oldenburger Ehepaar Klaus und Heidi Beilstein werden ihre Arbeiten zeigen und der Berchtesgadener Künstlerbund wird ebenfalls im Museum Schloss Adelsheim ausstellen. Christoph Merker

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