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Frosti erholt sich prächtig

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Die Sinne des Fundeichhörnchens Frosti funktionieren immer besser, berichtet seine Betreuerin Julia Weindl vom Tierschutzverein Berchtesgaden. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Gute Neuigkeiten von Frosti, dem Eichhörnchen: Der kleine Nager erholt sich prächtig von seinen Strapazen, wie Julia Weindl vom Tierschutzverein Berchtesgaden berichtet.


Das Fundtier hat ordentlich zugenommen und seine Sinne funktionieren von Tag zu Tag besser. »Er bedarf seit einer Woche keiner medizinischen Hilfe mehr«, freut sich Weindl. Eichhörnchen halten im Winter Winterruhe. Das bedeutet, dass sie die meiste Zeit in ihrem gemütlich eingerichteten Kobel gut ausgepolstert mit Fell, Federn und Moos schlafen.

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Ab und zu wachen sie auf und suchen nach ihren im Herbst angelegten Vorräten. Hat ein Eichhörnchen zu wenig Vorräte – wie Haselnüsse oder Bucheckern – angelegt, oder ist der Winter zu kalt und schneereich, sodass sie nur schwer an ihre Vorräte gelangen, kann ein Eichhörnchen schon mal in Bedrängnis kommen und abmagern oder gar verhungern.

Bei Frosti war dies wohl der Fall. Zum Glück hatte er engagierte Retter, die ihm nicht seinem Schicksal überlassen haben (wir berichteten). »So darf er jetzt die restliche Winterruhe bei uns verbringen«, erzählt Weindl. Das Eichhörnchen schläft den ganzen Tag in einem dick ausgepolsterten Bettchen und steht einmal am Tag auf, um zu Fressen. Er kann aus dem Vollen schöpfen und freut sich über Bio-Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Weintrauben, Himbeeren, Äpfel und Rosinen. Wenn seine Winterruhe vorbei ist, dann ist er hoffentlich stark genug um wieder ausgewildert zu werden. »Ich bemühe mich, nur so wenig Kontakt wie möglich zu ihm aufzubauen, damit er wild bleibt und er keine Schwierigkeiten bei seiner Rückführung in die Natur hat«, fügt Weindl abschließend hinzu. av/fb