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Für die Krebshilfe in die Berge

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Bepackt mit allem, was man für eine Bergtour über zehn Gipfel benötigt, machte sich der Mannheimer Markus Maldinger auf den Weg durch die Berchtesgadener Alpen. Auf seiner Tour sammelt er Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Zwischen Hohem Göll, Watzmann und Hochkalter will der Mannheimer Markus Maldinger unter dem Motto »Klettern gegen Krebs« Spenden für die Deutsche Krebshilfe sammeln. Dazu legt er auch in den Berghütten Flyer der Krebshilfe auf. Neun Tage lang wird Maldinger in den Berchtesgadener Alpen mit seiner Aktion unterwegs sein. Über zehn Gipfel geht es derzeit, am kommenden Dienstag soll die Tour beendet sein. Die letzte Herberge nach den täglichen Übernachtungen auf den verschiedenen Berghütten soll der »Wörndlhof« von Wolfgang Bartels am Hintersee sein.


Markus Maldinger aus Mannheim diente von 1990 bis 1998 bei den Struber Jagern und war damals im Kosovo im Einsatz. In dieser Zeit entdeckte der 45-Jährige seine große Liebe zu den Bergen. Jetzt über 20 Jahre nach seiner Bundeswehrzeit zieht es Maldinger wieder in die Berchtesgadener Alpen. Dieses Mal jedoch aus einem ganz anderen Grund: Maldinger brach zu einer Zehn-Gipfel-Tour auf, um damit auf die Krebshilfe aufmerksam zu machen und einen Spendenaufruf zu starten. Er tut es vor allem für seine langjährige Lebensgefährtin, die er kurz vor seiner Abreise nach Berchtesgaden noch heiratete. Denn Maldingers krebskranke Partnerin geht es nicht gut. Ihr Gesundheitszustand hat sich in den letzten Wochen noch einmal drastisch verschlechtert. Dennoch war es ihr größter Wunsch, dass ihr Mann trotz ihres ausweglosen Zustands diese Tour unternimmt.

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Markus Maldinger ist ausgebildeter Krankenpfleger und hat seine schwer kranke Frau in den letzten Wochen und Monaten gepflegt. Die ernüchternde Diagnose »Brustkrebs« hatte es im September des letzten Jahres gegeben. »Danach haben wir alles unternommen: Chemo-Therapie, Bestrahlungen und Operation. Alles ist gut gelaufen und im letzten April hätte meine Frau wieder gesund sein sollen. Doch es kam anders, der Krebs war zurück. 70 Prozent des Skelettapparates sind mit Metastasen besetzt. Doch damit nicht genug, jetzt ist auch schon die Leber befallen und wahrscheinlich auch schon die Lunge«, erklärt Maldinger die Situation seiner Ehefrau. »Meine Frau hat bei der Hochzeitsfeier nur mit Mühe zwei Stunden durchgehalten«, erinnert sich Maldinger an den Hochzeitstag vor zwei Wochen.

Auf seiner Tour will Maldinger auch den Kopf wieder etwas frei bekommen. Derzeit ist der Hesse im Steinernen Meer unterwegs. Freilich geht es dem 45-Jährigen vor allem um das Sammeln von Spenden für die Deutsche Krebshilfe. »Es sind schon einige Spenden eingegangen«, freut sich der Bergsteiger, der an den Hüttenabenden via Internet mit der Heimat verbunden ist.

Nähere Informationen sind auf der Homepage www.klettern-gegen-krebs.de nachzulesen. Christian Wechslinger