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»Ganz leis' und stad vergeht des Jahr«

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Die Stoaberg Sängerinnen standen im Mittelpunkt des Benefiz-Hogoaschts im Gasthof »Unterstein«. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Die Dürrnberger Blechbläser.

Schönau am Königssee – Zahlreiche Musikfreunde erwiesen den Stoaberg Sängerinnen am Samstag die Ehre. Die Sängerinnen hatten zu einer Benefizveranstaltung zugunsten einer bedürftigen Familie aus Waging in den Gasthof »Unterstein« eingeladen. Dabei präsentierten sie ihre neue Weihnachts-CD.


Es kamen Sänger und Musikanten vom Salzburger Land bis hinauf nach Dachau. Der musikalische Abend begann mit der Josefi-Weis der Dürrnberger Blechbläser. Eva Angerer, Christa Graßl und Ursula Eder von den Stoaberg Sängerinnen ergriffen nacheinander das Mikrofon und sprachen Gruß- und Dankesworte.

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»Ganz leis und stad vergeht des Jahr«, so haben die Stoaberg Sängerinnen den Abend überschrieben. »Ganz nach dem Motto ›Ich lade mir die ein, die ich gerne höre‹«, sagte der Sprecher Hans Auer. Der blieb in der ersten Stunde des Abends im November, dem Monat des Totengedenkens, aber auch dem Monat vieler Heiliger: Hubertus, Leonhard, Martin, Elisabeth und Katharina. Über die Namen leitete Auer auf so manchen Musikanten über: beispielsweise den Hubert Blaser, den Begleitgitarristen von der Gröbenbachmusi.

Die Gröbenbachmusi kommt von Dachau und war weiters besetzt mit Karl Schabmair (Streichbass), Roman Messerer (Zither) und Heinz Neumaier mit der Melodiegitarre. Ihr erstes Stück war der »Käsera-Landler«. Es folgten die Geschwister Auer, sie waren jedoch nur zu zweit, denn Katharina Auer ist erkrankt. Katharina hätte bei den Geschwistern Auer, bei der Familienmusik Auer und beim Ensemble des Münchner Adventssingens mitgespielt. Für sie sprang spontan Peter Kiesenhofer vom Tiefengraben-Mondsee mit dem Kontrabass ein. Hans Auer wollte ihm ein Notenblatt geben, damit er sich ein wenig orientieren könne. Peter Kiesenhofer meinte jedoch, er könne damit nichts anfangen und zitierte Gustav Mahler: »Das Beste in der Musik steht zwischen den Noten.« Es erklang das Lied der Stoaberg Sängerinnen »Da Summa schickt an letztn Gruaß« und schließlich der »Riegerl Boarische« von der Familienmusik Auer, gefolgt vom »Flori Landler« von der Gröbenbachmusi.

Auer gratulierte allen zum Namenstag der Heiligen Elisabeth und kündigte das Ensemble des Münchner Advents mit dem »Ettinger Menuett«, passend zur Heiligen Cäcilia, an. Weiters passend zur staden Zeit sangen die Stoaberg Sängerinnen das Lied mit dem Titel »Auf der Alm is' stad wordn« und die Dürrnberger Blechbläser spielten »Dem Alois sei Weis«. Nach dem Boarischen »Da Iris seina« des Ensembles vom Münchner Advent, dem Lied »Des Dianei wos zum Tanzboden geht« und der Polka »Habern und Woaz« von der Gröbenbachmusi, ging es in eine Pause.

Im zweiten Teil des Hogoaschts wurde übergeleitet vom Monat November in den Advent. Die Einstimmung dazu gab es mit einer Marienweis der Dürrnberger Blechbläser, gefolgt vom »Krautschaffe Boarischen« der Gröbenbachmusi und vom Ensemble des Münchner Advent mit einem Flötenboarischen. Die Stoaberg Sängerinnen stimmten ein mit dem Lied »Sche langsam geht´s aufs stad werdn zua«.

Der Höhepunkt des Abends war der Hinweis auf die neue CD – ein Durchlauf ohne Pause und ohne Applaus. Es spielten hintereinander die Dürrnberger Blechbläser eine Flügelhornweise, die Gröbenbachmusi ein Walzerl, die Stoaberg Sängerinnen sangen »Kimmt jetzt die Nacht sche stad« und die Familienmusik Auer die »Johannes Weis«.

Das Publikum bedankte sich mit viel Applaus und Sprecher Hans Auer verabschiedete sich mit einem herzlichen Vergelt´s Gott an alle. Bernhard Stanggassinger