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Spür' den Mythos: WFG-Chef Dr. Thomas Birner und BGLT-Leiterin Maria Stangassinger beim Start der drei neuen Homepages. (Foto: Fischer

Berchtesgaden – Der Markenbildungsprozess im Berchtesgadener Land hat eine weitere Hürde genommen. Die Homepages der drei neuen Marken Berchtesgaden (berchtesgaden.de), Bad Reichenhall (bad-reichenhall.de) und Wirtschaftsraum (berchtesgadener-land.de) sind online. Sie wurden bei einer Pressekonferenz im Kongresshaus, das jetzt offiziell AlpenCongress heißt, vorgestellt.


Drei Marken, ein Design: So könnte man das Ergebnis des seit Jahren laufenden, für Außenstehende nicht durchschaubaren Markenprozesses beschreiben. Generell möchte man keine Orte mehr vermarkten, sondern »Werte und Themen«. Dabei wird wiederum zwischen den Zielgruppen Touristen und Bewohner unterschieden. Die Logos des Wirtschaftsraums »Berchtesgadener Land« sowie der touristischen Marken »Berchtesgaden« und »Bad Reichenhall« wurden bereits im Frühjahr vorgestellt. Die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) und die für den Wirtschaftsraum zuständige WFG stellten am Freitag ihre wichtigsten Kommunikationsmittel vor: Online und Print. Gestaltet in der nun maßgeblichen Farb- und Bildsprache. Auffällig: das allgegenwärtige Alpinblau.

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Ab sofort präsentiert die Seite bad-reichenhall.de die Angebote der Alpenstadt, während sich unter berchtesgaden.de alles um das Bergerlebnis dreht. So gibt es auf der Berchtesgaden-Seite Informationen zum Bergsteigen und Wandern. Auch der Rupertiwinkel ist dort integriert. Für die Website von Bad Reichenhall wurden Inhalte der Kur GmbH und der BGLT zusammengeführt und neu sortiert. Eine besondere Herausforderung war die technische Basis der beiden Websites. »Mit einer neu erstellten Datenbank können neben weiteren zukünftigen Anwendungen vor allem im Netz gefürchtete doppelte Inhalte vermieden und gleichzeitig in Webauftritten verschiedener Partner wichtige Informationen nach Bedarf ausgespielt werden«, erklärte Maria Stangassinger. Um den hohen Bekanntheitsgrad des bisherigen Portals berchtesgadener-land.com nicht verpuffen zu lassen, werde sie vorerst als Verteilerseite weitergeführt.

Magazine statt Gastgeberverzeichnis

Ein neues Konzept gibt es auch bei den Printprodukten. Ab sofort wird je ein »Bergerlebnis-« und ein »Alpenstadtmagazin« herausgegeben. Beide Zeitschriften sind stark redaktionell ausgelegt. Sie erinnern an das erfolgreiche »Servus«-Magazin von Red Bull. »Geschichten erzählen«, lautet die Devise. Marketing durch Emotionen. Aber natürlich enthalten die Magazine auch Hotels, Pensionen und Ausflugsziele. Das Gastgeberverzeichnis ist Geschichte.

Das Bergerlebnismagazin erscheint in einer Auflage von 90 000 Exemplaren. Das Alpenstadtmagazin wird 80 000-mal gedruckt. Beide liegen ab 2. November in allen Touristinformationen aus, werden auf Messen verteilt oder an interessierte Gäste geschickt.

Bergaffin und dynamisch

Die neue Standortmarketing-Homepage erklärte WFG-Chef Dr. Thomas Birner. Sie bündelt alle Themen und Serviceleistungen des Wirtschaftsraums. »An den Alpen«, »Echt leben«, »Erfolgreich wirtschaften«: Die drei Hauptmenüpunkte stehen für die Lebensqualität im Landkreis. Die Website soll dazu beitragen »bergaffine, dynamische« Unternehmer und Fachkräfte ins Berchtesgadener Land zu locken. Weil: »Fachkräfte kommen bisher gar nicht auf die Idee, bei uns nach Arbeitsplätzen zu suchen«, so Dr. Birner.

Neben den klassischen Themen einer Wirtschaftsförderung wie Ansiedlung, Finanzierung, Förderung oder Betriebsübergang will die Homepage auch den Unternehmensgründerservice erläutern. Im Internetauftritt finden interessierte Fachkräfte ein Firmenportal und Jobbeispiele. Ab 2018 werden sie sukzessive vor allem über die Sozialen Medien angesprochen.

Dr. Birner: »Unser Internetauftritt ist unsere Basis. Hier finden Unternehmer und Fachkräfte alle für sie relevanten, aktuellen Fakten. Doch er ist noch viel mehr. Mit aussagekräftigen Fotos, Filmen und Geschichten wollen wir bergaffine, dynamische Menschen begeistern. Sie sollen ihnen das Gefühl vermitteln: Berchtesgadener Land. Hier will ich echt leben.« Christian Fischer