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»Gefällt mir« für den besten Watzmann-Blick

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Sepp Wurm kümmert sich als Social-Media-Manager um die Online-Auftritte der BGLT. (Foto: Pfeiffer)
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Gibt es erst seit etwa einem Jahr: den Instagram-Auftritt der BGLT. (Screenshot: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Facebook, Twitter, Instagram: Wenn Sepp Wurm, Social-Media-Manager bei der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT), seine Arbeit macht, ist er größtenteils online unterwegs. Er betreut die BGLT-Webseite, schreibt für den hauseigenen Blog über Tourismusthemen und geht auch in seiner Freizeit gerne auf den Berg.


Tolle Bilder, Wandertipps, Themen mit Lokalkolorit: Sepp Wurm weiß, was den Nutzern des Online-Auftritts der BGLT gefällt. Nicht nur dort ist er aktiv. Er betreut auch die diversen BGLT-Kanäle innerhalb der sozialen Netzwerke: »Unserem damaligen Chef Stefan Köhl war Onlinepräsenz immer sehr wichtig.« In der BGLT ist man dabei geblieben. Den sozialen Netzwerken wird eine große Aufmerksamkeit geschenkt. So kann man mittlerweile behaupten, dass allein dem Facebook-Auftritt über 55 000 Fans folgen. Man stehe gut da, allerdings schlafe die Konkurrenz nicht. Seit einem Jahr ist die BGLT auch bei Instagram vertreten. Dort geht es vor allem um schöne Bilder, die Interaktion der Nutzer ist sehr hoch. Hundertfach werden Fotos mit einem »Herz«, dem Instagram-«Gefällt mir«, bedacht. 4 900 Abonnenten sind es mittlerweile. Nicht mehr ganz so »in« ist hingegen Twitter, der Kurznachrichtendienst, über den man sogenannte Tweets mit aktuell maximal 140 Zeichen versenden kann. Bilder sind möglich, kurze Videos ebenso. Allerdings ist die Interaktion seitens der Nutzer eher bescheiden, sagt Sepp Wurm.

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Deshalb konzentriert sich der Social-Media-Manager auf Facebook, noch immer der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken. »Das Feedback derer, die uns folgen, ist groß«, sagt Wurm. Oft senden Berchtesgadener-Land-Fans selbst aufgenommene Bilder, zeigen ihre Lieblingsorte und freuen sich dann darüber, dass Sepp Wurm ihre Beiträge auf der BGLT-Seite veröffentlicht. »Das kommt gut an«, weiß der Online-Experte. Die Hauptklientel, die über Facebook erreicht wird, sind übrigens nicht etwa Jugendliche, sondern vielmehr die »Urlaubsentscheider« höchstpersönlich: Frauen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Im Gegensatz zu vor ein paar Jahren, hat sich die Nutzung der sozialen Netzwerke hauptsächlich auf den Mobilbereich verschoben: »Der Großteil unserer Facebook-User ist mit dem Smartphone online«, sagt Wurm. Hingegen wird die BGLT-Webseite zu 60 Prozent noch vom Desktop aus, also dem klassischen PC beziehungsweise Laptop, besucht. Apropos Webseite: Auch dafür ist Sepp Wurm zuständig, zusammen mit seiner Kollegin Sarita Patel, Leiterin Digitale Medien.

Beliebte Webcams

Rund 2 000 Unterseiten verwalten die beiden Onliner auf dem BGLT-Internetauftritt. Beliebter Anlaufpunkt der Internet-Gemeinde: die diversen Webcams. »Dort kann man sich minutengenau darüber informieren, wie das Wetter aktuell bei beliebten Ausflugszielen ist«, so Wurm. In dessen Aufgabenbereich fallen auch die Themen »Wandern« und »Natur«. Kein Wunder: Der studierte Volkswirt ist seit jeher ein begeisterter Berggeher. Natürlich nimmt er bei seinen Ausflügen häufig die Kamera mit, fängt tolle Motive ein, die er wiederum für den BGLT-Blog verwendet. So war er erst kürzlich bei einer »Feierabend-Wanderung« auf dem Toten Mann unterwegs. Dabei sind einige sehenswerte Aufnahmen entstanden, die auch der Facebook-Gemeinschaft zusagten. 375-mal »Gefällt mir« spricht eine deutliche Sprache. Wurms Ausflüge in die Natur finden während seiner Freizeit statt. »Mein Beruf ist ein klassischer Bürojob«, sagt der Ramsauer.

Mehrmals pro Woche veröffentlicht er auf den diversen BGLT-Auftritten neue Inhalte, bringt Landschaftsfotos, TV-Tipps, also Beiträge, die im Berchtesgadener Land gedreht wurden, stellt besondere Ausflugsziele vor. Was hervorragend funktioniert, sind Beiträge mit Superlativen: »der höchste Wasserfall«, »die schönsten Ausflugsziele«.

2015: 2,4 Millionen Besucher auf der Homepage

Immer wieder verweist Wurm auf die eigentliche BGLT-Webseite. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Auftritt knapp 2,4 Millionen Besuche. 1,3 Millionen Nutzer waren im Schnitt 4,40 Minuten auf der Seite unterwegs. Genaue Statistiken über das Nutzerverhalten liefert Wurm und seiner Kollegin das Software-Werkzeug »Google Analytics«. Damit lässt sich bestimmen, wie viele Nutzer auf der Seite unterwegs sind, wie sich die Altersstruktur zusammensetzt, ebenfalls kann man feststellen, aus welchen Ländern wie viele Zugriffe erfolgen.

Neben den sozialen Netzwerken betreibt die BGLT auch einen Videokanal auf YouTube. Ein Thema, das laut Sepp Wurm in Zukunft immer wichtiger werden dürfte. Derzeit pausieren die Tourismus-Profis aber. Der Grund: Die zuständige YouTube-Spezialistin ist in Mutterschutz. Kilian Pfeiffer