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Geld für Seniorengemeinschaften

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Seniorenhilfe soll es im Landkreis auch weiterhin geben. Die Gemeinden und der Landkreis wollen finanzielle Unterstützung leisten. (Foto: Archiv/Pfeiffer)

Berchtesgadener Land – Die Anschubfinanzierung für die Seniorengemeinschaften im Landkreis läuft heuer aus.


Betroffen sind davon die Seniorengemeinschaft Berchtesgadener Land für den südlichen Landkreis sowie der Generationenbund BGL für den mittleren und nördlichen. Um eine solide finanzielle Basis gewährleisten zu können, sollen die Seniorengemeinschaften aber weiterhin unterstützt werden, wie nun im Ausschuss für Landkreisentwicklung besprochen wurde.

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Das Bayerische Sozialministerium hatte die Seniorengemeinschaft BGL-Süd und den Generationenbund BGL nach deren Gründung mit einer Anschubfinanzierung versehen. Auch bei den Gemeinden ist ein Ende des monetären Unter-die-Arme-Greifens in Sicht. Berchtesgaden, Ramsau, Bischofswiesen, Marktschellenberg und Schönau am Königssee hatten die Seniorengemeinschaft BGL-Süd mit einem Pro-Kopf-Beitrag pro Einwohner unterstützt, dies endet am 31. Dezember diesen Jahres. Die Anschubfinanzierung durch die zehn Gemeinden des mittleren und nördlichen Landkreises soll Ende August nächsten Jahres eingestellt werden.

Im Ausschuss für Landkreisentwicklung im Landratsamt sagte Landrat Georg Grabner, dass sich »beide Seniorengemeinschaften sehr gut entwickelt haben.« In der Tat bieten die zwei Vereine landkreisweit Unterstützung im Alltag in Form von organisierter Nachbarschaftshilfe an. »Die Hilfeleistungen tragen dazu bei, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause wohnen bleiben können«, ergänzte Landratsamtsmitarbeiterin Barbara Müller.

In der Verwaltung genießen die Gemeinschaften, die mittlerweile Hunderte Mitglieder haben und eine große Gruppe an Mitwirkenden vereinen, einen hohen Stellenwert. Das Landratsamt plant, in Zusammenarbeit mit den 15 Gemeinden eine Vereinbarung zu unterzeichnen, in der geregelt ist, dass weiterhin finanzielle Mittel für die Seniorengemeinschaften zur Verfügung gestellt werden. Die Bezuschussung soll auf freiwilliger Basis erfolgen, nach aktuellem Stand werden sich aber alle Gemeinden beteiligen.

Erneut soll ein gewisser Pro-Kopf-Betrag pro Jahr für die Helfer-Vereine zur Verfügung gestellt werden. Für den südlichen Landkreis sind das 50 Cent, für den nördlichen 20, im mittleren Landkreis werden 30 Cent pro Einwohner pro Jahr an den entsprechenden Verein fließen. Unterschiedliche Kostenstrukturen und Finanzbedarfe seien dafür ausschlaggebend, dass die Beträge so unterschiedlich ausfielen, heißt es aus dem Landratsamt.

In einer Bürgermeisterdienstbesprechung Ende Oktober soll die Vereinbarung von den Bürgermeistern als Vertreter der Gemeinden und von Landrat Grabner unterzeichnet werden. Kilian Pfeiffer