Gemeindebaumeisterin fordert Geduld und Rücksichtnahme

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Wegen der Baustelle entlang der Bischofswieser Ortsdurchfahrt müssen sich Gemeindebaumeisterin Regine Enenkel und ihre Kollegen derzeit einiges anhören. (Foto: Kastner)

Bischofswiesen – Noch bis 19. Dezember wird der Engpass entlang der Bischofswieser Ortsdurchfahrt andauern. Das vermeldete Gemeindebaumeisterin Regine Enenkel gestern in einer Pressemitteilung. Ausschlaggebend für die rund zweiwöchige Verlängerung der Ampelregelung sind nach Auskunft der Bauingenieurin zusätzliche Maßnahmen im Rahmen der Mauersanierung.


»Trotz aller Mühen wird diese Situation leider noch einige Tage anhalten«, lässt die Gemeindebaumeisterin wissen und verspricht, dass sich die Gemeinde um eine schnelle Abwicklung der Baumaßnahmen bemühe, um die zweispurige Verkehrsführung wieder gewährleisten zu können.

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Nach Auskunft von Regine Enenkel führten unter anderem aufwendigere Baumaßnahmen im Rahmen der Stützmauersanierung zu einer verlängerten Phase der Ampelregelung. So wurde aufgrund nicht erwarteter mangelhafter geologischer Verhältnisse eine zusätzliche Abwasserleitung im Bereich der Rampe für die Spundwandarbeiten sowie ein Bodenaustausch unter dem zu erstellenden Fundament erforderlich.

Bei Beginn der Sanierungsarbeiten der Stützmauer sei auch ersichtlich geworden, dass dort ein weitaus größerer Bereich abzubrechen und zu erneuern ist, als ursprünglich erwartet.

»Gemäß Bauzeitenplan – sofern das Wetter weiterhin mitspielt – sollte jedoch ab 19. Dezember ein zweispuriger Verkehr wieder möglich sein«, betont die Gemeindebaumeisterin, die sich zuletzt wie auch ihre Rathauskollegen entsprechenden Verbalattacken ausgesetzt sah. Enenkel wehrt sich: »Ein derartiges Bauprojekt an einer der engsten Stellen im Talkessel ist weder mit anderen vergleichbar noch sind unangemessene Vergleiche zielführend. Fakt ist, dass die Baumaßnahme nicht nur vonseiten der Gemeinde als erforderlich angesehen wurde, sondern seitens Straßenbauamt zwingend erforderlich ist, um die B 20 im Bereich der Achen-Engstelle dauerhaft zu sichern.«

Langfristiges Ziel sei es auch, den Verkehrsfluss durch Bischofswiesen, DAS Nadelöhr im Talkessel, besser abzuwickeln. »Diese baulichen Maßnahmen erfordern im Gegenzug auch die Geduld, das zeitlich begrenzte Hinnehmen von Unannehmlichkeiten und eine gewisse Aufgeschlossenheit den erwünschten Veränderungen gegenüber«, bekräftigt die Bauingenieurin.

Die Schuld an den aktuell teilweise chaotischen Zuständen sieht Regine Enenkel teilweise auch im Verhalten der Verkehrsteilnehmer selbst. »Autofahren ist Charaktersache: Egoismus – zugegeben mit fortschreitender Bauzeit zunehmend – führt mitunter auch zu dem beklagten Verkehrschaos.« Bei angemessener Fahrweise sollte mit Unterstützung der verkehrsgesteuerten Ampel auch ein entsprechend dem Verkehrsaufkommen gemäßigter Verkehrsfluss möglich sein, erklärt die Bauingenieurin. Nicht-einfädeln-lassen in den Verkehr könne zum Beispiel zu Rückstau in den Baubereich und folglich auch zu einer ungünstigen Ampelsteuerung führen. UK

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