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Gemeinderat bestätigt Kommandanten

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Kommandant Anton Brandner (2. v. r.) und Stellvertreter Peter Lenz (r.) hören auf. Am 1. März folgen ihnen der neue Kommandant Thomas Pfnür (l.) und Stellvertreter Christian Buchwinkler. Anzeiger-Fotos
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»Als Feuerwehr muss man sich regelmäßig neu erfinden«, sagt der Noch-Kommandant Anton Brandner. Zu tun gibt es für dessen Nachfolger auch in Zukunft genug.

Berchtesgaden - Feuerwehrkommandant Anton Brandner und dessen Stellvertreter Peter Lenz hören auf. Am 1. März wird Thomas Pfnür der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden. Sein Stellvertreter ist dann Christian Buchwinkler. Der Gemeinderat bestätigte die neuen Kommandanten einstimmig.


Bürgermeister Franz Rasp dankte den beiden noch aktiven Kommandanten, die zwölf Jahre lang an der Spitze der Berchtesgadener Feuerwehr standen. »Die beiden haben viel geleistet und haben sich um die Feuerwehr sehr verdient gemacht.« Ihnen sei es zu verdanken, dass die hiesige Wehr auf einem sehr guten Stand ist, was das Personal und die Ausstattung betrifft. »Für die Zukunftssicherung unserer Feuerwehr habt Ihr einen großen Teil beigetragen.«

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Viele schwierige Einsätze liegen hinter den beiden. Als Beispiel nannte Rasp neben unzähligen kleinen Ausrückungen auch das Eishallenunglück in Bad Reichenhall, das den Feuerwehrleuten eine Menge abverlangt hatte.

Nun liege es an den Nachfolgern Thomas Pfnür und Christian Buchwinkler, die sich »ihre Meriten in der Zukunft noch zu erarbeiten haben.« Thomas Pfnür attestierte Rasp eine große Einsatzbereitschaft. »Außerdem ist er ein profunder Feuerwehrkenner.« Pfnür hatte in der Vergangenheit den Feuerwehrbedarfsplan ausgearbeitet. »Es gab massive Anfeindungen«, weiß Rasp. Inzwischen ist wieder Ruhe in die Sache eingekehrt. Nachbargemeinden interessieren sich für den Bedarfsplan, lassen einen solchen ausarbeiten oder haben es zumindest geplant.

Kommandant Anton Brandner sagte, er habe seinen Kommandantenposten immer gerne ausgeführt. »Es war immer eine sehr gute und offene Zusammenarbeit mit der Gemeinde.« In diesen zwölf Jahren sei viel geändert worden. »Als Feuerwehr muss man sich regelmäßig neu erfinden«, so Brandner. Den Gemeinderat bat er darum, auch den neuen Kommandanten den notwendigen Vertrauensvorschuss entgegenzubringen.

Thomas Pfnür, der als Wirtschaftsjurist in Salzburg arbeitet, stellte sich dem Gemeinderat vor. »Ich bin seit fast 20 Jahren bei der Feuerwehr dabei«, sagte der 33-Jährige. Lange Zeit war er Zugführer. Nun hatte sich die Chance ergeben, zum neuen Kommandanten gewählt zu werden. »Etwas, auf das ich mich immer gefreut hatte.« Christian Buchwinkler, 35 Jahre, hatte auch die Jugendausbildung durchlaufen, die Zugführertätigkeit folgte. Der Berufsschullehrer weiß, dass die Zukunft als Stellvertreter »mit Sicherheit nicht einfach wird.« Dennoch freue er sich darauf, »sinnvolle Aufgaben zu erfüllen.« Als Voraussetzung für die Ausübung der Ämter müssen Pfnür und Buchwinkler innerhalb eines Jahres die Lehrgänge »Leiter einer Feuerwehr« sowie »Verbandsführer/Besondere Führungsdienstgrade« absolvieren. kp