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Gemeinderat genehmigt Umbau unter Auflagen

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Die TRBK darf das Kongresshaus umbauen. Der Berchtesgadener Gemeinderat hat zugestimmt. Anzeiger-Foto

Berchtesgaden - Einstimmig grünes Licht hat der Marktgemeinderat Berchtesgaden in seiner Sitzung am Montagabend für den Umbau des Kongresshauses gegeben, dem bereits der Bauausschuss zugestimmt hatte (wir berichteten). Allerdings stellte die Marktgemeinde der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee eine Bedingung: Das Gebäude darf ausschließlich touristisch genutzt werden.


Ziemlich viele Konjunktive fielen in der Sitzung. Zum Beispiel beim Kostenrahmen, der etwa 7,2 Millionen Euro beträgt. Zumindest sei diese Summe der Regierung von Oberbayern bei der Beantragung von Fördergeldern genannt worden. Die Bischofswieser Architektin Eva Wimmer, die das Projekt betreut, hielt sich mit konkreten Aussagen charmant zurück.

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Doch diese finanzielle Ungewissheit passte den Räten gar nicht. Zwar hat sich die TRBK inzwischen dazu verpflichtet, einen Zehnjahresplan zur Finanzierung des Megaprojekts vorzulegen. Allerdings wird dieser Plan nicht die finanzielle Gesamtsituation des Verbandes, zu dem auch die investitionsbedürftige Watzmann Therme gehört, beinhalten. Eine Auskunft darüber forderte deshalb Michael Widmann (Grüne). Bürgermeister Rasp zeigte Verständnis für dieses Anliegen und versprach, sich darum zu kümmern.

Unsicher ist weiterhin, ob neben der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) auch die TRBK in den geplanten Büroräumen des Kongresshauses untergebracht werden soll. Fest steht nur, dass in dem neu eingezogenen Stockwerk genug Platz für beide Tourismuseinrichtungen wäre. Wimmer: »Ein Antrag für die TRBK liegt noch nicht vor.«

Der Gemeinderat hat deshalb der TRBK zur Auflage gemacht, dass sie die Räume des Kongresshauses ausschließlich touristisch oder gastronomisch nutzen darf. »Ein Trachtenoutlet zum Beispiel wird es also nicht geben«, betonte Marktbürgermeister Franz Rasp. Worauf unter anderem Hans Kortenacker (BBG) großen Wert legt.

Fragen zum allgemeinen baulichen Zustand des Kongresshauses hatten Marktbaumeister Helmut Grassl und Dr. Bartl Wimmer (Grüne). Eva Wimmer betonte, dass die Statik der Gebäudeteile in ausgezeichneter Verfassung sei. In den kommenden 20 bis 30 Jahren habe man dort keine Probleme zu befürchten. Nicht mehr ganz so fit und teilweise seit 40 Jahren in Betrieb sind die Lüftung und die Beleuchtung. Deshalb sollen diese technischen Elemente erneuert werden. Außerdem soll das Kongresshaus an die Fernwärme angeschlossen werden.

Eine energetische Sanierung wird es laut Architektin Wimmer jedoch nicht geben. Denn um die jährlichen Heizkosten (70 000 Euro), die 10 Prozent des Jahresdefizits des Kongresshauses ausmachen, zu halbieren, seien weitere Investitionen von über einer Million Euro nötig. Der vereinzelte Einbau neuer Fenster und die separate Beheizbarkeit der einzelnen Räume sollen dennoch eine Energiekosteneinsparung bewirken. cfs