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Gemütliche Stunden bei Glühwein und Keltenfeuer

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Eigene Tassen mit den Wahrzeichen der Gemeinde gibt es bereits. (Foto: Pfeiffer)

Marktschellenberg – Im Dezember gibt es in Marktschellenberg einen Adventsmarkt. Mit eigenen Tassen und eigenen Holzhütten. Die Idee dazu hatten Hans-Peter und Christina Schertler. Mit dabei: alle Vereine des Orts.


Der Plan ist über lange Zeit entstanden und endlich kann Hans-Peter Schertler drüber sprechen: Marktschellenberg bekommt einen Adventsmarkt, der an zwei Wochenenden im Dezember abgehalten wird. Bisher haben die Bäuerinnen des Orts rund drei Jahrzehnte lang einen Markt an einem Tag im Jahr veranstaltet. Der neue wird deutlich größer und bindet alle Vereine des Ortes ein.

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»Man kann stolz sein auf unseren Ort«, sagt Hans-Peter Schertler, der hier aufgewachsen ist. Schon als Jugendlicher hatte er den Wunsch, dass in der Gemeinde mehr los sein soll. Früher hatte Marktschellenberg noch mehrere eigene Wirtshäuser, die Salzburger kamen vorbei. Lang ist das her. Mit dem Adventsmarkt, der direkt an der Ortsdurchfahrt stattfinden wird, soll die Grenzgemeinde zur Weihnachtszeit belebt werden.

Sieben Adventshütten aus schönem Altholz lässt er fertigen, die dann rund um das historische Gebäude des ehemaligen Gasthauses »Zum Untersberg« aufgestellt werden. »Wir wollen klein beginnen«, sagt Schertler. Sollte der Adventsmarkt gut angenommen werden, ist eine Erweiterung möglich. Unter dem Motto »Tradition verbindet« sollen vor allem Ortsvereine die Hütten betreiben, von der Bergwacht über die Jägerschaft bis zum Frauenbund. Am Samstagabend, 2. Dezember, eröffnen die Schellenberger Bäuerinnen den Adventsmarkt.

Kitsch gibt es in Marktschellenberg nicht. »Unser Ort hat so viel Geschichte zu bieten, diesem Anspruch müssen wir gerecht werden.« Deshalb stehen traditionelle Handwerksberufe im Mittelpunkt des Markts. Ein Schlittenbauer ist ebenso mit von der Partie wie ein Spanschachtelmacher. Natürlich gibt es einen klassischen Bosnaverkauf. Und Glühwein sowieso. Wie in Berchtesgaden hat auch Marktschellenberg eigene Tassen. Sie wurden mit Bildern der Marktschellenberger Wahrzeichen bedruckt. Der Zollturm ist drauf, die Kirche und der Untersberg. Anders als im Nachbarort muss man sie aber nicht kaufen, sondern Pfand zahlen. Dass in den nächsten Jahren neue Motive dazukommen, schließt Schertler nicht aus.

»Marktschellenberg ist ein wunderschöner Ort«, sagt Hans-Peter Schertler. Das Ziel, die Bedeutung von Weihnachten zu vermitteln, habe oberste Priorität. Und weil Sitzmöglichkeiten auf anderen Adventsmärkten rar seien, hat er sich dazu entschlossen, Bänke rund um den Markt aufzustellen. Dank Infrarotstrahlern und Dutzenden Schaffellen müssen Besucher nicht frieren. Zudem gibt es Feuerschalen, an denen sich Gäste bei einem Glühwein aufwärmen können. Im hinteren Adventsmarktbereich trägt ein Erzähler unter anderem die Weihnachtsgeschichte vor. Außerdem spielt die Schellenberger Musi. Eine Besonderheit ist das Schellenberger Keltenfeuer. Ein Heißgetränk aus einem großen Kupferkessel, der in der Mitte von vier Baumstämmen steht.

Der Adventsmarkt hat am Samstag, 2. Dezember, ab 19.30 Uhr, und Sonntag, 3.  Dezember, ab 15 Uhr, sowie am Samstag, 16., und Sonntag, 17. Dezember, ab 15 Uhr geöffnet. Kilian Pfeiffer