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Generationenwechsel bei der Wasserwacht

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32 Jahre leitete Norbert Däuber die Geschicke der Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden. Am Freitag beendete er seine lange Dienstzeit als Vorsitzender.
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Die neue Vorstandschaft der Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden (v.l.:) Kreisvorsitzender Rudi Schierghofer, Gerhard Däuber, Franz Kurz, Martin Planegger, Elke Schneider, Christl Wagner, Claudia Lochner, Maria Reiner, Katharina Listl, Katharina Hinterbrandner, Nadine Komma und Klaus Pfeifer.
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Die Geehrten der Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden freuen sich über ihre Auszeichnungen. Fotos: Anzeiger/cw

Berchtesgaden - Gerhard Däuber führte als erster Vorsitzender die Wasserwacht Berchtesgaden 32 Jahre lang durch dick und dünn. Am Freitagabend nahm er in der Jahreshauptversammlung Abschied von seinem Amt. In seine Fußstapfen tritt Elke Schneider, deren Vater sich bereits große Verdienste um die Wasserwacht erworben hatte. Ganz muss die neue Vorsitzende aber nicht auf Gerhard Däuber verzichten. Als zweiter Vorsitzender wird er weiterhin Elke Schneider mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Gerhard Däuber freute sich am Freitagabend zum letzten Mal darüber, im Amt als Vorsitzender viele Ehrengäste befreundeter Institutionen zur Jahreshauptversammlung der Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden begrüßen zu können. Im Totengedenken gedachten die Mitglieder vor allem der im letzten Vereinsjahr Verstorbenen Rudolf Huber und Kurt Wagner. Däuber hielt in seinem Rechenschaftsbericht Rückschau auf ein bewegtes Vereinsjahr mit 58 Einsätzen vielfältiger Art sowie Fortbildungen und Arbeitsaufträgen (siehe Kasten).

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Der Technische Leiter in der Wasserwacht Franz Kurz ging noch einmal auf die Einsätze ein und sprach von 4 460 geleisteten Stunden der Aktiven. Ferner wurde in 3 150 Stunden alleine mit Kindern das Schwimmen erlernt und geübt. Kurz ließ jedoch nicht nur Einsätze und Ausbildungen Revue passieren, sondern auch gesellschaftliche Anlässe zur Pflege der Kameradschaft rief er den Mitgliedern ins Gedächtnis.

Eine der Hauptaufgaben der Wasserwacht ist es, Groß und Klein Schwimmen beizubringen. Die Jugendleiterinnen Katharina Maltan und Johanna Moch organisieren ein wöchentliches Kinder- und Jugendtraining in der Watzmann Therme. Zur Seite steht ihnen ein qualifiziertes Team, um die Ausbildung der rund 80 bis 100 Kinder und Jugendlichen zu bewältigen. Ferner wurden 178 Stunden Schulschwimmen durchgeführt. In der Jugendausbildung wurden 43 Seepferdchen und weitere 134 Leistungsabzeichen in den Stufen Bronze, Silber und Gold erworben.

Voll des Lobes für die Wasserwacht Berchtesgaden war der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Rudi Schierghofer aus Bad Reichenhall, der vor 25 Jahren das Schulschwimmen eingeführt hatte. Schierghofer bezeichnete die Wasserwacht Berchtesgaden als intakte Einheit und lobte vor allem die ausgezeichnete Jugendarbeit.

In Rekordzeit führte der Kreisgeschäftsführer des BRK Tobias Kurz die Neuwahlen durch. Diese Wahl war gut vorbereitet, und so konnten die vorgeschlagenen Mitglieder per Handzeichen bestätigt werden (siehe Kasten).

»Wenn der Papa jetzt von oben herunter schaut, dann wird er sagen: ›Dirndl, was hast du dir denn da angetan?‹«, meinte Elke Schneier lächelnd in Erinnerung an ihren Vater, der ein sehr engagierter Wasserwachtmann gewesen war. Die neue Vorsitzende betonte, sie habe die ehrenvolle Aufgabe angetreten, weil ihr der langjährige erste Vorsitzende Gerhard Däuber nach wie vor zur Seite stehen wird. Mit den Worten »Packen wir es an, ich hoffe, meine neue Aufgabe zu meistern«, startete Elke Schneider in ihre neue verantwortungsvolle Aufgabe. Als erste angenehme Tätigkeit zeichnete sie langjährige, verdiente Mitglieder der Wasserwacht-Ortsgruppe aus. Kreisvorsitzender Schierghofer ehrte im Anschluss mehrere Wasserwachtmänner und -frauen für geleistete Dienstjahre mit der Auszeichnungsspange (siehe Kasten).

Als krönenden Abschluss einer gelungenen Versammlung überbrachten die kommunalen Vertreter sowie die Vertreter verschiedener Institutionen ihre Grußworte und lobten dabei die stets vorbildliche Zusammenarbeit mit der Wasserwacht.

Der scheidende erste Vorsitzende Gerhard Däuber blickte auf 32 schöne Jahre zurück, nach denen es nun Zeit wurde, die Verantwortung in jüngere Hände abzugeben. Gleichwohl bekundete er auch weiterhin als aktiver Rettungsschimmer, Taucher, Bootsführer, Schwimmausbilder und für die Einsatzleitung zur Verfügung zu stehen. cw