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Gern und Au werden sicherer

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Der dritte Bürgermeister Berchtesgadens, Josef Wenig, (l.) erhielt aus den Händen des Kommunikationsleiters der Sparkasse Berchtesgadener Land, Tobias Kastner (r.), 1 000 Euro zur Anschaffung zweier Defibrillatoren. Mit auf dem Foto (v.l.): Leo Wembacher, Löschzugführer Maria Gern, Christian Pfnür vom BRK und Peter Hinterseer, Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Au. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Da die Berchtesgadener Ortsteile Maria Gern und Oberau einige Kilometer vom Zentrum entfernt sind und sich hier auch einige abgelegene Höfe befinden, ist es den Feuerwehrvereinen ein großes Anliegen gewesen, jeweils einen Defibrillator in den beiden Gerätehäusern zu installieren. Grund dafür ist, dass 85 Prozent aller plötzlichen Herztode von einem sogenannten Kammerflimmern eingeleitet werden. Ein Defibrillator kann diese elektrisch kreisende Erregung unterbrechen.


Dabei wird eine große Anzahl von Zellen gleichzeitig depolarisiert, was zur Folge hat, dass diese Zellen eine relativ lange Zeit nicht mehr erregbar sind. Der kreisenden Welle wird quasi der Weg abgeschnitten und das Herz befindet sich wieder in einem Zustand, in dem das natürliche Erregungsleitungssystem die Stimulation des Herzens übernehmen kann. Entscheidend bei der Defibrillation ist der frühestmögliche Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann.

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Um die Installation dieser Geräte möglich zu machen, traten die Vorstände der Feuerwehrvereine an die Sparkasse Berchtesgadener Land heran. Hier fand man sofort ein offenes Ohr und konnte sich nun über eine Spende in Höhe von 1 000 Euro aus den Händen des Kommunikationsleiters der Sparkasse, Tobias Kastner, freuen.

Den nun noch fehlenden Betrag legten die Ortsvereine aus Maria Gern und der Oberau drauf und so können sich die Bürgerinnen und Bürger der beiden Ortsteile wieder etwas sicherer fühlen. Bei den Geräten handelt es sich um automatisierte externe Defibrillatoren. Diese sind durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet. Hierbei erkennen die Geräte meist ohne Zutun der Ersthelfer, ob eine Schockgabe nötig ist. Je nach Bauweise wird entweder automatisch oder auf Knopfdruck ein Schock abgegeben. Die Energie, die beim Schock abgegeben wird, wird ebenfalls durch den AED bestimmt.

So müssen Ersthelfer lediglich auf die meist akustischen Anweisungen achten. Trotz allem werden die Mitglieder der beiden Feuerwehren durch Christian Pfnür vom BRK geschult. fb

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