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Möchte Bürgermeister von Ramsau bleiben: Herbert Gschoßmann. Foto: Archiv/Pfeiffer

Ramsau – Bei der kürzlich stattgefundenen öffentlichen Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes Ramsau wurde der aktuelle Amtsinhaber, Herbert Gschoßmann, einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die nächsten Kommunalwahlen gewählt. Ortsvorsitzender Josef Maltan konnte mehrere interessierte Bürger zur öffentlichen Nominierungsversammlung, die er als »Instrument der Basisdemokratie« bezeichnete, begrüßen.


Der Wahl zum Bürgermeisterkandidaten ging ein Zwiegespräch von Herbert Gschoßmann mit dem CSU-Ortsvorsitzenden von Berchtesgaden, Sebastian Rasp, voraus. Themen der Unterhaltung waren der gute Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, Gemeinsinn sowie die Bürgerbeteiligung und -information durch Bürgerversammlungen. Diese sollen laut Gschoßmann in bewährter Weise fortgesetzt werden. Probleme, die mehrere Beteiligte betreffen, ließen sich am besten durch Offenlegung und Einbeziehung aller Betroffenen lösen. »Die Bürgerversammlungen müssen jährlich, sollen aber weiterhin zweimal jährlich stattfinden, um die Bevölkerung umfassend zu informieren«, betonte der Bürgermeister.

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Außerdem erläuterte Herbert Gschoßmann die Position Ramsaus beim interkommunalen Flächennutzungsplan. Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden sei nicht schlecht, könne aber in puncto interkommunale Gewerbeflächen noch besser laufen. Gschoßmann informierte über die Schule und die Schülerzahlen in Ramsau und äußerte sich zum Tourismus-Zweckverband TRBK. Dessen zukünftiges Bestreben solle sein, mehr Transparenz für Außenstehende in die Komplexität seiner Aufgaben zu bringen.

Auf die Frage nach der Vereinbarkeit von ehrenamtlichem Bürgermeisteramt, Arbeit und Familie antwortete Gschoßmann, dass mit durchdachter Organisation, der räumlichen Nähe von Gemeindeamt und Arbeitsplatz sowie Verständnis durch die Familie alles gut machbar sei. Gschoßmann hob zwar hervor, dass er in seiner bisherigen Amtszeit viel erreicht habe. Aber nicht so viel, wie er sich vorgenommen hatte. Doch viele Dinge ließen sich nur sehr langsam oder erst einmal gar nicht umsetzen. Da helfe nur: »Nicht locker lassen. Steter Tropfen höhlt den Stein«. Die Arbeit für den Gemeinderat werde nicht ausgehen.

Besonders betonte der Bürgermeister die von Anfang an harmonische Zusammenarbeit mit Gemeindeverwaltung und Gemeinderat. Es habe eine gute Einarbeitung und Information durch die Verwaltung stattgefunden. Etwaige Unstimmigkeiten seien zeitnah geklärt worden.

Herbert Gschoßmann äußerte sich auch zum Stichwort »neuer Gemeinderat«: Er habe in Ramsau erlebt, wie angenehm die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat sein könne und auch mitbekommen, wie schwierig sie sich anderswo gestalte. »Der Gemeinderat ist sehr wichtig«, sagte Gschoßmann. Alle sollen zusehen, dass der nächste Gemeinderat wieder gut werde. Sein Appell lautete, dass jeder, der sich vorstellen könne, das Ehrenamt auszuüben, sich melden solle. »Er oder sie ist auf jeder Liste willkommen. Wichtig ist ein guter Gemeinderat, der sich intensiv mit den Themen auseinandersetzt, ohne sich beeinflussen zu lassen«, stellte Gschoßmann abschließend klar. csu/cfs