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Gespinstmotte hüllt Bäume völlig ein

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Foto: Landratsamt Berchtesgadener Land
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Foto: Landratsamt Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land – Mit einem spinnenartigen Gewebe vollkommen überzogen und völlig entlaubt sind seit einigen Tagen Strauch- und Baumgruppen an Straßen- und Waldrändern im ganzen Landkreis.


Nun informiert das Landratsamt, dass es sich bei dem Übeltäter um die Gespinstmotte handelt. Nach Ulmensterben, Eschensterben, Feuerbrand und Buchsbaumzünsler sind viele Gartenbesitzer besorgt, was es mit den seltsamen Netzen auf sich hat. In diesem Fall kann hier jedoch Entwarnung gegeben werden: Von den Bäumen und Sträuchern sind vor allem Traubenkirschen, die man bei uns auch als Elsen bezeichnet, und Pfaffenhütchen betroffen. Kleine Befallsnester finden sich gelegentlich auch an Weißdorn, Weiden sowie an Äpfeln und Birnen. Am Obstbaum schneidet man sie einfach aus und vernichtet sie.

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Verursacht werden diese Spinngewebe und der Blattfraß durch Gespinstmotten – eine Familie der Schmetterlinge – die auf die jeweilige Pflanzenart spezialisiert sind. Die Auswirkungen dieser spektakulären Erscheinung sind harmlos, da die Pflanzen in diesem Jahr wieder austreiben und sich völlig erholen.

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Foto: Landratsamt Berchtesgadener Land

Der Blattfraß selbst erfolgt durch die Raupen, aus denen im Sommer die kleinen Falter schlüpfen und an den Knospen der Wirtspflanzen wieder ihre Eier ablegen. Die gefräßigen Raupen schlüpfen aber erst im nächsten Frühjahr. Es gibt also nur eine Generation im Jahr.

Anders ist das beispielsweise beim Buchsbaumzünsler, der aus Asien hergekommen ist und im Jahr bis zu drei Generationen bildet. Entsprechend groß sind hier auch die Schäden, weil die Buchse keine Chance zur Regenerierung haben und deshalb oft ganz absterben.

Pressemeldung und Fotos: Landratsamt Berchtesgadener Land