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Gestiegene Grabplatz- und Beerdigungsgebühren

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Höhere Grabplatz- und Beerdigungsgebühren im Friedhofsverband Berchtesgaden werden seit Mai 2012 abgerechnet. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden - Die Gebühren im Friedhofsverband Berchtesgaden sind im vergangenen Jahr gestiegen. Im Mai 2012 wurden diese im Schnitt um 14 Prozent angehoben. Für das Gesamtjahr beliefen sie sich auf über 417 000 Euro, wie Berchtesgadens Kämmerer Richard Beer in der Friedhofsverbandssitzung am Dienstag bekannt gab. Für 2013 erwartet Beer, dass der Verwaltungshaushalt mit 564 000 Euro, der Vermögenshaushalt mit 52 000 Euro schließt.


Die veranschlagten Benutzungsgebühren in Höhe von 394 000 Euro, die Beerdigungs- und Grabplatzgebühren umfassen, wurden um über 31 000 Euro überschritten und befinden sich nun bei 417 000 Euro im Jahr 2012.

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Gab es im Friedhofsverband Berchtesgaden 2011 noch 229 Beerdigungen, waren es 2012 249. Die Steigerung ist deutlich, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass von 1986 bis 2003 jährlich durchschnittlich 260 Bestattungen zu verzeichnen waren. Am Friedhofsverband ist der Markt Berchtesgaden mit 48 Prozent, die Gemeinde Bischofswiesen mit 30 Prozent und Schönau am Königssee mit 22 Prozent beteiligt.

Lag der Anteil der Urnenbestattungen in den Jahren 1986 bis 2003 im Durchschnitt bei 29 Prozent, steigerte sich dieser seit dem Jahr 2008 kontinuierlich. 2012 waren bereits zwei von drei Bestattungen Urnenbestattungen. Die veranschlagten Personalkosten (257 000) wurden im letzten Jahr um 3 700 Euro unterschritten, die Ausgabenansätze bei den Sachausgaben im Verwaltungshaushalt ebenfalls. Aufgrund dieser Umstände konnte dem Vermögenshaushalt ein Betrag von 40 400 Euro zugeführt werden. Eingeplant war zunächst ein Betrag in Höhe von 12 200 Euro.

In Sachen Instandsetzungen wurde die Aussegnungshalle am «Neuen Friedhof« an die Fernwärme angeschlossen, außerdem wurde an der Aussegnungshalle des Bergfriedhofs die Stromanlage für etwa 15 000 Euro erneuert und ein Stromanschluss an den Bergfriedhofgaragen erstellt. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2012 beläuft sich auf 275 000 Euro.

Im Vorbericht der Haushaltssatzung für das Jahr 2013 erwartet Kämmerer Beer die Grabplatzgebühren bei 290 000 Euro. Die Beerdigungsgebühren sollen sich auf 145 000 Euro belaufen. Die Gebühren waren wegen gestiegener Personal- und Sachausgaben und wegen einer verminderten Fälligkeit von Grabnutzungsrechten im Jahr 2012 erhöht worden. Weitere Gründe sind die geringere Auslastung des Leichenhauses wegen des Wegfalls des Benutzungszwangs und die zunehmende Verlagerung der Sargaussegnung hin zur Urnenaussegnung bei Feuerbestattungen.

Die Personalkosten sinken gegenüber dem Jahresergebnis 2012 um 8 400 Euro, weil ein Altersteilzeitvertrag eines Beschäftigten ausgelaufen war. Vier Arbeitnehmer sind derzeit beim Friedhofsverband beschäftigt. Für 2013 wurden darüber hinaus die Kosten für eine Saisonarbeitskraft im Sommer und Aushilfskräfte auf 400-Euro-Basis eingeplant. Des Weiteren ist vom Markt Berchtesgaden ein Arbeiter zu 80 Prozent entliehen.

Die Sachkosten steigen gegenüber 2012 um 17 500 Euro (Steigerung von 12 Prozent). Ursache dafür sind die Arbeiten für eine Drainage am Bergfriedhof. Für das aktuelle Jahr plant der Friedhofsverband die Neuanschaffung einer Schlammpumpe, zweier Rasenmäher, einer Lautsprecheranlage, Kamera und Monitore sowie eines Wärmestrahlers für die Aussegnungshalle mit einem Gesamtwert von 12 800 Euro. 6 000 Euro wurden darüber hinaus für die Erweiterung des Geräteschuppens am Bergfriedhof eingeplant. Die Fassadenerneuerung des Geräteschuppens am »Alten Friedhof« verursacht einen Aufwand von 17 000 Euro. Der Schuldenstand für 2013 wird am Ende des Jahres voraussichtlich bei 258 000 Euro liegen. Kilian Pfeiffer

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