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Glühweinduft und Lichterglanz

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Viel los war am Donnerstagabend bei der Eröffnung des Berchtesgadener Advents.
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In den 50 Hütten des Marktes findet sich bestimmt das passende Weihnachtsgeschenk.
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Eine deftige Delikatesse: die »Ox'n-Fetzn-Semme«.
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Folgt dem Stern. Er wird euch den Weg weisen.
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Überdimensional groß: Berchtesgadener War.
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Der Markt ist festlich dekoriert. (Fotos: Waßmuth)
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Sollte es doch noch kalt werden, können sich die Besucher an dieser Feuerstelle wärmen.

Berchtesgaden – Rappelvoll war es am Donnerstagabend zur Eröffnung des diesjährigen Adventsmarktes auf dem festlich geschmückten und neu ausgeleuchteten Schlossplatz. Zum fünften Mal gestaltete die Berchtesgadener Advent GmbH den Veranstaltungshöhepunkt im Markt und darf somit ein kleines Jubiläum feiern. Der »Berchtesgadener Anzeiger« fing die Stimmung bei der Eröffnung ein.


Bereits an den Tagen zuvor hatte ein emsiges Treiben im Markt geherrscht. Überall im Markt stieß man auf eine Vielzahl von Gestaltungselementen, die auf ihre Zuordnung warteten. Jetzt sind alle platziert und können bestaunt werden.

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Punkt 18 Uhr versammelte sich eine große Schar von Schaulustigen, um bei der Eröffnungsfeier anwesend zu sein. Nach der musikalischen Einleitung durch die Weihnachtsbläser der Marktkapelle Berchtesgaden trat Advents-GmbH-Geschäftsführerin Brigitte Zobel zuerst vor die vielen Besucher. Ihren Dank sprach sie all den mitwirkenden Handwerksunternehmen, der Marktgemeinde und den unzähligen Helfern aus, ohne die der Adventsmarkt nicht hätte realisiert werden können. Bürgermeister Franz Rasp überließ die Eröffnung Pfarrer Thomas Frauenlob und Pfarrer Peter Schulz.

Wer sich danach zu einem Rundgang entschloss, spürte sofort die perfekte Ausstrahlung des Berchtesgadener Advents. Gleich nach dem großen Eingangstor am Triembacher-Eck präsentiert sich der Adventsmarkt mit einer neuen ergänzenden Attraktion: Der Berchtesgadener Kinderadvent vermittelt dem Besucher sofort Lebendigkeit. Im »Neuhaus«-Biergarten ist ein vergrößertes Tiergehege mit Stall und Futterraufe für die Ziegen und Esel angesiedelt. Davor steht die neue »Zwergerlhütte«, wo Kinder für Kinder verkaufen. Auch die Krippenausstellung im ersten Obergeschoss des Wirtshauses ist sehr empfehlenswert. Die Besucher sollten sich die sehenswerte Schau nicht entgehen lassen.

Unweit gegenüber feiert der stimmungsvoll ausgeleuchtete Nachbau des Stollens »Ferdinandsberg« seine Premiere und sorgt für einen weiteren neuen Blickfang.

Insgesamt 300 Bäume hat die Berchtesgadener Advent GmbH im Marktkern aufgestellt, 350 weitere für das neu gestaltete Kinderlabyrinth auf dem Schlossplatz (wir berichteten).

Besuchermagnete und fest etabliert auf dem Berchtesgadener Christkindlmarkt sind die fast 50 Verkaufshütten, die wieder durch ihre Themenvielfalt zum Staunen und Verweilen einladen. Die Daxen für die Dachgiebel wurden alle in gemeinschaftlicher Arbeit der Gesellschafter liebevoll in Handarbeit gebunden.

Unweit des Marktbrunnens verströmt aus der »Kupferkessel-Hütte« eine g'schmackige Feuerzangenbowle ihren Duft in den Markt. 70 Liter Volumen fasst der Kessel. Wem dieses Getränk zu kräftig ist, dem bieten sich Glühwein, Orangen- oder Beerenpunschvariation als Alternative an.

Ebenso verführerisch locken an der Metzgerstraße die Aromen heißer Maroni oder fünf verschiedene Sorten gebrannter Mandeln. Puderzucker-Herzwaffeln, Spiralkartoffeln mit unterschiedlichen Dips, Zauberzuckerwatte und natürlich die Klassiker wie Leberkas, Bosna und die Ochsenfetzensemmel sollen den Gaumen verwöhnen.

Gut vertreten mit mehreren Hütten ist auch das Kunsthandwerk. Hier schnitzt der Meister an einem Rohling, dort, ein paar Kaser weiter, können die Besucher dem Kunstschmied bei der Arbeit über die Schulter schauen. Auch der Berchtesgadener Christbaumschmuck erweckt immer wieder Neugierde.

Wer über den diesjährigen Adventsmarkt schlendert, kann sich an viel Liebe zum Detail erfreuen. Fast 200 Mitarbeiter sind täglich am und um den Berchtesgadener Advent aktiv.

Der Berchtesgadener Advent versprüht einen einzigartigen Charme. Er ist urig und vor allem authentisch. Üppige Dekorationen und stimmungsvollere Beleuchtungen setzen den Markt heuer noch eindrucksvoller in Szene. Die Fassaden der Bürgerhäuser wurden ebenfalls schön herausgeputzt. Und so bilden Ortskern und Christkindlmarkt eine harmonische Einheit. Auch die vielen musikalischen Veranstaltungen im Programm wecken bereits Neugier.

Ausklang des Adventsmarkts ist am 31. Dezember. Reichlich Zeit also, um einen oder mehrere romantische Bummel einzuplanen. Schade, dass keine weiße Pracht das stimmungsvolle Ambiente bisher komplettiert hat. Der Schnee hätte ruhig einmal in die Eröffnungsfeier hereinschneien können. Jörg Tessnow