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Goldene Ehrennadel für Richard Auer

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Innenminister Joachim Herrmann steckte Richard Auer im Beisein von BRK-Präsident Theo Zellner (l.) und Umweltministerin Ulrike Scharf, Vorsitzende der BRK-Wasserwacht, die goldene Ehrennadel an. (Foto: BRK BGL)

München – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, BRK-Präsident Theo Zellner und die Vorsitzende der BRK-Wasserwacht, Umweltministerin Ulrike Scharf, haben am Samstag bei einem Staatsempfang in der Münchner Residenz den Berchtesgadener Wasserwacht-Mann Richard Auer mit der goldenen BRK-Ehrennadel ausgezeichnet.


Richard Auer ist für die Berchtesgadener Ortsgruppe eine wichtige Einsatzkraft, als erfahrener Taucher und Bootsführer immer zur Stelle und von seinen Kameraden geschätzt. Durch seine Tätigkeit als Bademeister im Schornbad in Schönau am Königssee sorgte er immer für ein gutes Verhältnis zwischen Bad und Wasserwacht und ermöglichte den Ehrenamtlichen dort ihr Training. »In seinem Schornbad waren wir jederzeit willkommen«, erinnert sich der Technische Leiter der Ortsgruppe, Franz Kurz, der mit Richard Auer am Staatsempfang teilnahm.

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Auer konnte im Freibad auch viele anfallende Arbeiten nebenher für die BRK-Wasserwacht übernehmen. Er ist außerdem ein ausgezeichneter Schriftenmaler und Urkundenzeichner und hat auch die Wasserwacht schon mit diversen Malerarbeiten in der Wache unterstützt. Bei Festumzügen trägt er als »Wasserwacht-Taferlbua« das von ihm gemalte Schild. »Zusammengefasst ein Mann für alle Fälle, der immer und überall zu brauchen ist«, lobte Kurz.

Joachim Herrmann dankte den Mitgliedern der Wasserwacht für das tagtägliche große Engagement um die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung: »Sie setzen sich unermüdlich und mit geballter Tatkraft für unsere Sicherheit im, am und auf dem Wasser ein. Das verdient hohe Anerkennung, Respekt und besonderen Dank.«

Das herausragende Engagement habe die Wasserwacht im Katastrophenschutz erst kürzlich wieder beim Einsatz in den Landkreisen Rottal-Inn, Passau und Weilheim gezeigt, wo auch Einsatzkräfte aus dem Berchtesgadener Land gefordert waren. »Dieses Engagement unterstützt der Freistaat nach Kräften, etwa durch die im Bayerischen Rettungsdienstgesetz verankerte jährliche Kostenerstattung für die Beschaffung von Fahrzeugen, Rettungsmitteln und Funktechnik«, betonte Herrmann. Im Doppelhaushalt 2015/2016 stehen hierfür mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung. Aus dem Bayerischen Sonderinvestitionsprogramm Hochwasser erhalten die fünf Wasserrettungszüge der Wasserwacht zudem fünf Mannschaftstransportwagen mit entsprechenden Geräteanhängern im Wert von rund 400 000 Euro. Die Auslieferung beginnt in Kürze.

Die Geburtsstunde der modernen Wasserwacht war im Jahr 1945. Damals gab die amerikanische Besatzungsmacht dem Bayerischen Roten Kreuz den Auftrag, den Wasserrettungsdienst zu organisieren. Am 14. November 1945 wurde die Wasserwacht als neue Rot-Kreuz-Gemeinschaft in das Bayerische Rote Kreuz eingegliedert. Die rund 55 000 aktiven Einsatzkräfte leisten jährlich mehr als 5 000 Einsätze und Hilfeleistungen. Allein 2015 haben sie zudem mehr als 100 Menschen aus akuter Gefahr aus dem Wasser gerettet.

Herrmann hob auch die Leistungen der Wasserwacht für die Jugend in Schulen und Verbänden hervor: 1 100 Ausbilder lehren jedes Jahr rund 10 000 Kindern und Jugendlichen das Schwimmen. ml