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Goldener Meisterbrief für Georg Renoth

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Christoph Renoth kann stolz auf seinen Vater sein, der kürzlich von der Handwerkskammer für München und Oberbayern den »Goldenen Meisterbrief« erhalten hat. (Fotos: Wechslinger)
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Malermeister Georg Renoth (l.) mit seinem langjährigen Mitarbeiter Martin Lindner, der vor knapp einem Monat sein Berufsleben nach über 49 Jahren im Malerbetrieb Renoth beendet hat.

Berchtesgaden – Malermeister Georg Renoth erhielt kürzlich von Kreishandwerksmeister Peter Eicher den »Goldenen Meisterbrief«. Die Handwerkskammer für München und Oberbayern ehrt Handwerker, die vor 35 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt haben und mindestens ebenso lang in die Handwerksrolle eingetragen sind, mit dem »Goldenen Meisterbrief«.


Georg Renoth hat die Meisterprüfung im Maler- und Lackiererhandwerk bereits 1972 in München abgelegt und wurde nach Übernahme des Betriebes 1989 in die Handwerksrolle eingetragen. Gleichzeitig trat der Ausgezeichnete der Maler- und Lackiererinnung Berchtesgadener Land bei. Seit 1982 ist Georg Renoth auch Vorstandsmitglied, Lehrlingswart und Prüfungsausschuss-Vorsitzender. Renoth stamme aus einer alten Malerdynastie, die viele hervorragende Arbeiten ausgeführt habe, lobte der Kreishandwerksmeister und sprach in diesem Zusammenhang von gestandenen Fachkräften, die nicht nur ihre Betriebe geleitet, sondern auch Lehrlinge, Gesellen und neue Meister angeleitet haben.

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Georg Renoth habe nicht nur über drei Jahrzehnte die Malertradition gewahrt, sondern auch mit viel Kreativität und Innovation Neues geschaffen und sich so in besonderer Weise für die Region verdient gemacht.

Handwerker stellten sich immer den neuesten Herausforderungen und Techniken und sind auch für zukunftsweisende Technologien aufgeschlossen, so Eicher, der im Weiteren die ökologisch wertvolle Arbeit lobte. Auch weil sich Handwerker für den Klimaschutz einsetzen. Als weitere Stärke des Handwerks nannte der Kreishandwerksmeister die individuelle Fertigung in hoher Qualität.

Diese Qualität sei für Handwerksmeister eine Sache der Handwerkerehre, denn nirgendwo müssen Ausführende so eigenverantwortlich für ihre Gewerke stehen wie im Handwerk.

»Das Handwerk wird immer Zukunft haben, denn Fleiß, Ausdauer, Qualitätsarbeit, Zuverlässigkeit und Treue zum Beruf sind Tugenden und Attribute der Handwerksmeister«, schloss Kreishandwerksmeister Peter Eicher.

Malermeister Renoth zeichnete im Weiteren seinen langjährigen Mitarbeiter und Stellvertreter Martin Lindner mit einer Ehrenurkunde aus. Lindner trat am 16. August 1966 die Lehre im Malerbetrieb Renoth an und setzte den Wahlspruch »Bleibt euren Berufen treu und euren Meistern gute Mitarbeiter« in die Tat um. Ein Berufsleben lang blieb Lindner als Geselle und Chefvertreter dem Malerbetrieb Renoth treu.

»Martin war ein Mitarbeiter, der nie Nein gesagt hat, auch wenn wir nachts um ein Uhr angefangen haben, zu arbeiten«, lobte Malermeister Georg Renoth den Mitarbeiter. Christian Wechslinger

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