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Große Schanze macht Probleme

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Beim SKB wurden langjährige Mitglieder für ihre Klubtreue ausgezeichnet. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Der traditionsreiche Skiklub Berchtesgaden beging in seinem 111. Jahr im Gasthaus »Neuhaus« eine harmonische Versammlung, die von positiven Rechenschaftsberichten und Ehrungen für langjährige Mitglieder geprägt war. Marktbürgermeister Franz Rasp machte allerdings auch deutlich, dass die große Schanze nur noch mithilfe des Deutschen Skiverbandes zu halten ist.


Aus den Rechenschaftsberichten der Vorstandschaft und von Trainerseite ging hervor, dass es beim SKB derzeit gut läuft. Vorstand Wilfried Däuber hieß zur Versammlung mehrere Ehrengäste willkommen. Die Versammelten gedachten zunächst ihrer Verstorbenen und hier besonders Richard Renoth und Albrecht Bösl, die in letzter Zeit verstorben waren.

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Allgemein seien die Teilnehmerzahlen beim Nachwuchs rückläufig, sehe man einmal von Sprunglauf und Nordischer Kombination ab, so der Vorsitzende. Däuber erkannte darin auch ein finanzielles Problem. Mit Freude konstatierte er jedoch den frischen Aufwind bei den Nordischen, zu denen wieder die früheren Aktiven und ehemaligen Trainer gestoßen sind. Der Klub sei bestens mit Sportstätten ausgestattet, sagte der Vorsitzende, wobei das einzige Sorgenkind die K 98-Schanze sei. Mit einem Hinweis auf die deutschen Meisterschaften am Götschen und am Jenner in der nächsten Saison schloss er seinen Bericht. Schriftführerin Maria Stanggassinger sprach von 539 Mitgliedern, hielt Rückschau auf die vom SKB durchgeführten Veranstaltungen und Vorausschau auf die nächste Saison.

Marktbürgermeister Franz Rasp ging auf das Problem mit der großen Schanze ein: Die Gemeinde bringe sich in den Erhalt und Betrieb der Kälbersteinschanzen soweit ein, wie es möglich sei, so Rasp. Und die Schanze sei ganz einfach als Holzkonstruktion in die Jahre gekommen. So müsse als Nächstes die Anlaufspur erneuert werden, denn die Sportler brauchen sichere Anlagen, sagte Rasp, der jedoch den Ball an den Deutschen Skiverband weiterspielte. »Wir machen weiterhin mit, warten aber auf eine entsprechende Offerte des Deutschen Skiverbandes. Langfristig kann diese alte Schanze nicht mehr betrieben werden«, lauteten die klaren Worte des Bürgermeisters.

Alpin-Sportwart Peter Hasenknopf erinnerte an die vielfältigen Erfolge des Alpinnachwuchses, der gut aufgestellt sei. Eine besondere Freude sei die Bereitschaft von Erhard Moldan, sich wieder in die Nachwuchsarbeit einzubringen, so Hasenknopf. Der Nordic-Sportwart Thomas Donaubauer freute sich, dass es nach einer längeren Durststrecke auch beim nordischen Nachwuchs wieder aufwärts geht. Dies sei natürlich auch ein Verdienst der Trainerschaft, die aus mehreren engagierten Ehemaligen besteht.

Ein entscheidender Pfeiler beim SKB ist von jeher die Kinder- und Jugendskischule, die seit fünf Jahren von Martin Rasp organisiert wird. Dieser sagte, er stehe mit genügend Skilehrern bereit, um den Kindern an zwei Januarwochenenden das Einmaleins des Skilaufs beizubringen. Die vereinseigenen Berghütten auf Kühroint und am Jenner laufen problemlos. So trage sich die Karl Kreuzeder-Hütte auf Kühroint von selbst, während das Dr. Beck-Haus durch das große Engagement der Pächterfamilie Kortas einen sehr guten Ruf erlangt habe, der zu halten sei. Weil jedoch die Wirtsleute Kortas im Frühjahr ins Tal wechseln, ist man derzeit auf der Suche nach geeigneten neuen Pächtern. Zweiter SKB-Vorstand Thomas Vorberg erläuterte die derzeitige Bewerbersituation, die sich von zunächst acht auf drei Bewerber, davon eine Familie aus Berchtesgaden, reduziert habe.

Kassierin Gisela Görlich berichtete über geordnete Finanzen und dankte Elisabeth Pilz für deren stete Mitarbeit. Martina Ilsanker, die zusammen mit Rosi Plenk die Kasse überprüft hatte, bescheinigte die gute Kassenarbeit. Als letzter angenehmer Tagesordnungspunkt standen Ehrungen auf dem Programm (siehe Kasten). Dabei zeichnete die Vorstandschaft langjährige Klubmitglieder für ihre Treue zum SKB mit Abzeichen aus. Wolfgang Bösl, der im vergangenen Jahr vom aktiven Sport zurückgetreten ist, bekam ein Geschenk.

Als letzter Redner meldete sich Ehrenvorstand Michael Brandner zu Wort und dankte allen langjährigen SKB-Mitgliedern für deren Klubtreue sowie den Trainern und der Vorstandschaft für ihre Arbeit. Christian Wechslinger