weather-image

Großer Zirkus im Pfarrheim St. Andreas

3.4
3.4
Bildtext einblenden
In gekonnter Artistik formten sich die Turnerinnen vom Circus Azebu zu menschlichen Pyramiden.

Berchtesgaden – »Komm mach mit, wir freuen uns auf Dich« – dieser Einladung zum Familienfest folgten zur großen Freude der engagierten Frauen aus dem Berchtesgadener Talkessel zahlreiche Familien.


Das Fest fand im großen Saal des Pfarrheimes St. Andreas statt, den Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob zur Verfügung gestellt hatte.

Anzeige

Schon Wochen vor dem Fest hatten sich Frauen des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) aus den Zweigvereinen Unterstein, Marktschellenberg und Berchtesgaden gemeinsam mit dem Familienkreis Ramsau und den evangelischen Damen von Tee nach Sieben mehrmals getroffen und sich gemeinsam in sehr inspirierenden Gesprächen überlegt, wie eine zukünftige Zusammenarbeit aussehen könnte. Fleißig wurden verschiedene Ideen gesammelt und Pläne geschmiedet. Helga Reinbold vom KDFB-Diözesanfachverband in München bot hierzu eine sehr interessante Ideenwerkstatt zum Thema »Zukunftsgestaltung des Zweigvereins« an.

Die Quintessenz dieser Treffen war letztlich, dass man sich auf das künftige Zusammenarbeiten einlassen wollte. Die Freude darüber wollten die engagierten Frauen unbedingt mit vielen anderen teilen und weitergeben. Daraus entstand die Idee, ein Fest für Familien mit buntem Kinderprogramm zu machen. Dieses Fest sollte eine Art »Grundsteinfest« für das zukünftige Zusammenarbeiten und Sich-gegenseitig-Unterstützen werden.

Bildtext einblenden
Frauen aus fünf Organisationen sorgten gemeinsam für den reibungslosen Ablauf des großen Familienfestes im Pfarrheim St. Andreas. (Fotos: privat)

Am Samstag war es dann so weit. Überwältigt vom großen Andrang, begrüßten Verwaltungsleiter Michael Koller und Kathi Stangassinger alle, die zum Fest gekommen waren. Das bunte Programm, das nun folgte, fand seinen Beginn im Auftritt der Singschule unter der Leitung von Stiftskapellmeister Stefan Mohr. Die Kinder sangen voller Begeisterung und mit sehr viel Freude lustige und schwungvolle Lieder, die mit Gesten untermalt wurden. Nach dem großen Applaus erhielten die jungen Sänger ein kleines Dankeschön vom Schellenberger Frauenbund. Im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen. Wer wollte, konnte eine Spende geben, die zu 100 Prozent an das Familienpflegewerk geht, das Familien in Not hilft. Das Familienpflegewerk ist übrigens auch eine Einrichtung des Katholischen Deutschen Frauenbundes.

Als weiteren Programmpunkt durften sich die Kinder ab der 1. Klasse mit Martha Wörnle auf eine Entdeckungstour zu den Heiligen in der Pfarrkirche aufmachen. Evi Wust las unterdessen den kleineren Festbesuchern aus dem Kinderbuch »Die dumme Augustine« vor, zur Einstimmung auf den bevorstehenden Zirkus. Im Foyer konnten sich die Kinder von den jungen Schellenberger Frauenbundfrauen tolle Masken schminken lassen. Parallel zum Kinderprogramm präsentierten sich die einzelnen Frauengruppen anhand von Fotos der verschiedensten Vereinstätigkeiten und stellten sich und ihre Schwerpunktthemen vor.

Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob unterstrich in seiner Ansprache, dass er die künftige Zusammenarbeit sehr begrüße, und präsentierte hierzu den gemeinsamen Flyer, den Margarete Schulmayr entwickelt hatte. Zum Ende der Präsentation luden die Frauengruppen jeweils zu ihrer nächsten Veranstaltung ein.

Nachdem sich die Kinder wieder im großen Saal eingefunden hatten, kam auch schon das nächste Highlight. Martin Huber kündigte voller Motivation und guter Laune seinen Circus Azebu vom Asthmazentrum Buchenhöhe an. Hier konnten die Kinder Artisten bestaunen, die sich zu einer menschlichen Pyramide aufbauten. Danach folgten wendige Einradfahrer und ein sehr geschickter Jongleur. Auch der Enkel von Zirkusdirektor Martin Huber, als Clown verkleidet, war mit von der Partie. Besonders großen Applaus heimsten die Flötenspieler ein.

Zum Abschluss wurden die jungen Künstler wieder vom KDFB Schellenberg mit einem kleinen Geschenk belohnt und das herzhafte Buffet, das dank vieler Spenden von Mitgliedern so reich gedeckt war, wurde eröffnet.

Zum abschließenden gemütlichen Beisammensein trat die erst kürzlich gegründete Gruppe »Dreiklang« auf. Die drei jungen Musiker – Tobias Hartmann an Gitarre und Saxofon, Damian Ponn an der Harfe und Simon Metzendorf an der Ziach – verzauberten die Besucher mit ihrer sehr feinsinnigen, stimmigen und berührenden Musik. Die Musiker haben sich ganz dem Stil von Herbert Pixner verschrieben, der seine Musikrichtung selbst als »handgemachte Musik auf akustischen Instrumenten« beschreibt. fb