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Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft freut sich über gelungene Neuerung

Großzügiger Umbau der Schützenanlage

Berchtesgaden – Nicht gekleckert, sondern geklotzt hat die Königlich-privilegierte Feuerschützengesellschaft beim Um- und Neubau am vereinseigenen Wirtshaus »Zur Schießstätte« und den dazu gehörenden Schützenständen unweit der Berchtesgadener Eishalle. Der Kostenrahmen blieb trotz großzügiger Bauausführung im Rahmen, erklärte erster Schützenmeister Walter Rechtenbach gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger«.

Der neue elektronische Schießstand. (Fotos: Wechslinger)

Um die 700 000 Euro soll der Um- und Neubau der neuen elektronischen Schießanlagen, die Räumlichkeiten für eine Physiotherapiepraxis und die Renovierungsarbeiten am Gasthaus »Zur Schießstätte« kosten. Der Kostenplan rechnet sich insofern, als das Land 25 Prozent bei den Kosten der Schießanlagen zuschießt, die Physiotherapiepraxis Mietkosten entrichtet und die Schützen der Marktgemeinde Berchtesgaden ihren Grundbesitz, auf dem das Eisstadion steht, vor einem Jahr veräußert haben. »Da hat die Marktgemeinde ein echtes Schnäppchen gemacht« so der 1. Schützenmeister. In spätestens 20 Jahren wollen die Schützen alles abbezahlt haben.

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Der im Eisstadion befindliche Großkaliber- und Pistolenstand soll langfristig erhalten bleiben. Dort schießt neben den heimischen Schützen auch die Polizei. Die Verantwortlichen hoffen, dort den Zimmerstutzenstand zu etablieren, für den im neu gebauten Bereich kein Platz mehr geblieben war. Der ehemalige Zimmerstutzenstand im ersten Stock des Altgebäudes wurde bereits auf fünf elektronische Luftgewehrstände umgerüstet, damit die Gesellschaft den laufenden Schießbetrieb während der Baumaßnahme aufrechterhalten kann. Mit Abschluss der Umbauarbeiten kommen im neu gebauten Bereich elf vollautomatische elektronische Stände hinzu. Das Ziel von 1. Schützenmeister Walter Rechtenbach ist, alle Berchtesgadener Schützenvereine im neuen Schützenhaus vereinen zu können.

Auch ins Gasthaus »Zur Schießstätte« wurde investiert. Im Gasthaus wurden die Decken erneuert und mit LED-Leuchten versehen. Außerdem wurde die Theke in den Gastraum verlegt. Des Weiteren wurden neue Tische angeschafft. Als letzte Maßnahme soll auch die Außenfassade der Gaststätte in neuem Glanz erstrahlen.

Bei aller Freude über das derzeit Entstehende gibt es jedoch auch ein Problem. Die Naturrodelbahn vom Obersalzberg mündet in den Parkplatz der Physiotherapiepraxis – und das könnte im Winter gefährlich werden. »Wir werden jedoch auch dafür eine Lösung finden«, ist sich Rechtenbach sicher. Nach der Fertigstellung aller Baumaßnahmen planen die Königlich-privilegierten Feuerschützen einen Tag der »Offenen Tür«, an dem Besucher schießen dürfen

Neben allen Arbeiten am neuen Gebäude kommt jedoch auch der Sport nicht zu kurz. Am 17. Oktober reist die erste Mannschaft der Auflageschützen zu den Deutschen Meisterschaften nach Dortmund. Christian Wechslinger