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Grüne fordern mehr Sicherheit am Jenner

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Vor dem Bürgerstammtisch haben die Grünen des Berchtesgadener Tals das Biomasseheizkraftwerk in Schönau am Königssee besucht. Foto: privat

Schönau a. Königssee (gr) – Beim Bürgerstammtisch in Schönau am Königssee am Freitag ging es um kommunale und kreispolitische Themen. Neben zahlreichen Gemeinderatskandidaten aus Schönau am Königssee waren einige Grünen-Spitzenkandidaten des Berchtesgadener Tals anwesend: Dr. Bartl Wimmer (Berchtesgaden), Nikolaus Rußegger (Marktschellenberg) und Michael Sturm (Bischofswiesen). Die diskutierten Themen reichten von der Tourismusentwicklung über Sicherheitsmaßnahmen am Jenner bis zur Energiepolitik, die den Grünen am Herzen liegt.


»Die Sicherheit aller Beteiligten vom Krautkaser bis zur Mittelstation muss bis zur nächsten Wintersportsaison unbedingt in Angriff genommen werden«, forderte Bettina Rasp, Gemeinderatskandidatin aus Schönau am Königssee. Obwohl der Ausbau des Krautkasers erst kürzlich beendet worden sei, sei die momentane Situation keineswegs zufriedenstellend.

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Auch die Attraktivität des Bereiches von der Jenner-Talstation bis zur Seelände und zum »Echostüberl« müsse laut Bettina Rasp unbedingt gesteigert werden. Das gescheiterte Hotelprojekt am Königssee solle auf keinen Fall eine Verschönerung und Aufwertung des Tourismusgebietes verhindern.

Ein sinnvolles Konzept komme sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch zahlreichen Touristen zugute. Die Grünen schlagen deshalb ein spannendes Konzept vor, das Natur- und Konsumerlebnis miteinander verbinde und das Gebiet deutlich aufwerte.

Effektivere Tourismusstruktur

Gemeinderatskandidatin Sabine Kruis aus Unterstein wünscht sich eine transparentere und vor allem effektivere Tourismusstruktur für das gesamte Berchtesgadener Tal: »Ein Tourismuskonzept, in dem verstärkt die Gastgeber von Pensionen und Gästehäusern und ihr mannigfaltiges Angebot berücksichtigt werden.« Erholung im Einklang mit der Natur sei ein wesentliches Thema für das Berchtesgadener Tal.

Die zukünftige Energiepolitik der Staatsregierung wird im Moment heiß diskutiert. »Das soll uns als Gemeinde aber auf keinen Fall davon abhalten, im Kleinen die Energiewende einzuläuten«, so Bettina Rasp. »Energieprojekte für Bürgerinnen und Bürger sollten auf kommunaler Ebene gefördert, unterstützt und vorangetrieben werden.«

Das Bürgersolarkraftwerk auf der Turnhalle der Schneewinklschule sei ein sehr guter Anfang, müsse aber unbedingt gemeindeweit ausgebaut werden. Davon ist Bettina Rasp überzeugt: »Auch kleine Maßnahmen können große Veränderungen hervorrufen.«

Sabine Kruis schlägt ebenfalls eine langfristige Vision für das Berchtesgadener Tal vor: »Ein autofreier Talkessel – ist zwar nicht erreichbar, aber eine Vision, worauf Planungen ausgerichtet werden könnten.«

»Situation der Kreiskliniken ist schwierig«

Landratskandidat Dr. Bartl Wimmer erläuterte die problematische Situation der medizinischen Versorgung im Landkreis. »Die bestehende Situation bei den Kreiskliniken ist eine sehr schwierige, aber lösbare Aufgabe.« Er fordert vor allem, dass Fachkräfte in den nächsten Aufsichtsrat der Kreiskliniken Südostbayern eingebunden werden müssen, was beim Publikum großen Zuspruch auslöste.

Ebenfalls spricht sich der Landrats- und Spitzenkandidat für den Gemeinderat Berchtesgaden für die Sicherung der Attraktivität der Ortszentren aus. Durch unnötige Bebauungen von Grünflächen in Außenbezirken hätten Geschäfte in Ortskernen eine immer schlechtere Überlebenschance.