Bildtext einblenden
In ihrem Garten erklärte Gartenbäuerin Thea Götzinger den Teilnehmerinnen, welche Arbeiten im herbstlichen Garten anstehen. (Fotos: Monika Konnert)
Bildtext einblenden
Kräuterpädagogin Monika Angerer zeigte den Teilnehmern , was man aus Kräutern und Wildpflanzen alles machen kann.

Grundkurs für Gartenneulinge: Wissen rund um den Garten erweitert

Berchtesgadener Land – Mit einer Gartenbesichtigung bei Gartenbäuerin Thea Götzinger in Stötten bei Teisendorf endete der Grundkurs für Gartenneulinge, den die Kreisverbände für Gartenbau aus dem Berchtesgadener Land und Traunstein, die Kreisfachberater an den Landratsämtern Traunstein und Berchtesgadener Land, die Landwirtschaftsschule Laufen, Abteilung Hauswirtschaft und die Gartenbäuerinnen Berchtesgadener Land/Traunstein gemeinsam organisiert haben. Insgesamt 32 Teilnehmer hatten sich zu dem Kurs angemeldet, der dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand.


Erfreulicherweise konnten diesmal alle Einheiten wie geplant abgehalten werden, die Theorie in der Landwirtschaftsschule Laufen, die praktischen Einheiten im Garten von Thea Götzinger in Stötten und Hans Rehrl-Hagenauer in Saaldorf sowie in der Gärtnerei Kittl in Leobendorf. Im Vorjahr mussten wegen der Coronabeschränkungen die ersten zwei Einheiten online und ohne praktischen Teil stattfinden. Referenten waren wieder die beiden Kreisfachberater Josef Stein vom Landkreis Berchtesgadener Land und Markus Breier vom Landkreis Traunstein, die Kräuterpädagogin Monika Angerer aus Marktschellenberg sowie Gottfried Hopf, Baumwart und Gartenpfleger aus Inzell, der einen Vortrag über die Auswahl, die Reinigung und Pflege von Gartengeräten von der Grabschaufel bis zur Baumschere hielt. Die Organisation und Kursleitung lag in den Händen von Maria Schneider, Hauswirtschaftsmeisterin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein, zu dem die Hauswirtschaftsschule Laufen gehört.

Zum Abschluss im Garten in Stötten bedankten sich Thea Götzinger und Maria Schneider bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen für ihr Interesse an dem Kurs und wünschten viel Freude und Erfolg bei dem Gestalten des eigenen Gartens. Als kleine Erinnerung bekam jeder einen Schleifstein zum Schärfen der Gartenwerkzeuge.

Der Kurs fand von März bis September 2022 an vier Samstagen statt, unter dem Motto »Der Garten im Jahresverlauf«. Er richtete sich vor allem an Gartenneulinge, die sich ein Grundwissen in Gartenarbeit aneignen oder ihr Wissen rund um den Garten erweitern wollten. Die vier Einheiten bildeten inhaltlich den Ablauf der Gartenarbeiten im Jahreskreis ab.

Bei der ersten Einheit im März ging es um die Planung der Gartengestaltung, die Anlage der Früh- und Mistbeete, die Auswahl des Saatgutes und die Anzucht der Jungpflanzen sowie den Obstbaumschnitt. Im Garten von Gartenbäuerin Götzinger konnte Josef Stein den Schnitt am Objekt vorführen. Bodenpflege, Düngung und biologischer Pflanzenschutz waren die Hauptthemen im April. Auch das Thema Kübel- und Balkonpflanzen stand diesmal auf der Agenda. Der Besuch in der Gärtnerei Kittl war zur Vertiefung des erworbenen Wissens genau richtig.

Der Juli war dann der richtige Monat, um über Beerenobst informiert zu werden. Die Sommerarbeiten in einem Garten wie Mulchen, Hacken, Gießen, Bewässern bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Im September stand das Thema Ernte, Verwertung und Lagerung der Gartenfrüchte und Kräuter im Mittelpunkt. Die Kräuterwanderung mit der Kräuterpädagogin Monika Angerer gab tiefe Einblicke in das, was Mutter Natur als Heil- oder Esspflanze anbietet. Brennnessel, Labkraut, Mädesüß und Gundelrebe waren beispielsweise Kräuter, die man entlang des Weges entdeckte und auf deren Verwendung Angerer einging. Der Garten von Thea Götzinger bot auch im Herbst viele Überraschungen und manch reifes Gemüse, darunter besonders viele Tomaten unterschiedlicher Sorten. Trotz des kalten und nassen Wetters riss die Neugierde der Teilnehmer bis zuletzt nicht ab.

Am Ende des Tages zeigten sich die Kursteilnehmer mit dem, was sie sich an Gartenwissen aneignen konnten, sehr zufrieden. Es liegt jetzt an ihnen, das Gelernte in ihrem eigenen Garten umzusetzen und eigene Akzente zu setzen.

Monika Konnert