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Hannes Rasp möchte es anders machen als Kurz

Hannes Rasp möchte es anders machen als Kurz

Schönau am Königssee – Er hat es gehofft, aber nicht erwartet, zumindest nicht so deutlich: Hannes Rasp, aktuell Schönau am Königssees Geschäftsleiter, wird Stefan Kurz beerben. »Ich habe viel bei ihm gelernt«, sagt Rasp gegenüber der Heimatzeitung. Dessen Arbeitsweise fortführen möchte er aber nicht.

Hannes Rasp wird auf dem Chefsessel der Gemeinde Schönau am Königssee Platz nehmen. Foto: privat

Es muss ein feucht-fröhlicher Sieg gewesen sein. »Wir waren im Rathaus und haben gefeiert.« Ziemlich lang, mit ein paar Freunden, dem Wahlhelfer-Team, sagt Rasp. Das musste auch sein, denn der Wahlkampf war anstrengend. In Schönau am Königssee stand bis zuletzt nicht fest, wer der neue Gemeindechef werden würde. Ob Hannes Rasp einen Stefan-Kurz-Bonus hatte, immerhin ist dieser Kurz' engster Mitarbeiter?

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So genau lasse sich die Frage nicht beantworten, entgegnet Rasp. Natürlich könne es ein Vorteil sein – aber eben auch ein Nachteil. Denn Stefan Kurz ist Schönau am Königssees Platzhirsch, 30 Jahre »regierte« er. Ab und an mit eigenen Regeln. Das kann dem Schützling schon mal negativ ausgelegt werden. Insofern hat sich Hannes Rasp für die Zeit als Bürgermeister hohe Ziele gesteckt. Geradlinig möchte er sein, er möchte den Informationsfluss vorantreiben, Transparenz an den Tag legen. Die Bürger sollen ein Wörtchen mitreden dürfen. In Schönau am Königssee wird dann ein anderer Wind wehen. Etwas sanfter – vielleicht. »Ich möchte im Rathaus gute Arbeit leisten«, sagt Rasp.

Und natürlich vor dem Gemeindebürger eine gute Figur abgeben. Das ist dem Schönauer ein besonderes Anliegen. Im Mai beginnt seine Bewährungszeit. Kilian Pfeiffer