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Heimatkundeverein verleiht Preis an Günther Gödde

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Den erstmals vergebenen Preis des Heimatkundevereins Berchtesgaden erhielt Günther Gödde (l.) auf der Jahresversammlung aus den Händen von 1. Vorsitzendem Alfred Spiegel-Schmidt. Fotos: privat
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Sind seit 50 Jahren Mitglied im Heimatkundeverein: Stefan Fischer (r.) und Peter Mayr.

Berchtesgaden – Erster Preisträger des neu geschaffenen Preises des Heimatkundevereins Berchtesgaden ist Günther Gödde. Er erhielt die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung auf der Jahresversammlung im Gasthof »Bier Adam« für seine grundlegenden Forschungen auf dem Gebiet der Forstwirtschaft in Berchtesgaden.


Nach der Begrüßung durch Alfred Spiegel-Schmidt gab Schriftführerin Anja Holm einen kurzen Überblick über das vergangene Vereinsjahr. Sie konnte erneut von einer Steigerung der Mitgliederzahl berichten. Allerdings hatte der Verein auch wieder einige Mitglieder auf ihrem letzten Weg begleiten müssen, darunter das Gründungs- und Ehrenmitglied Gebhard Droßbach und den ehemaligen 2. Vorsitzenden Dr. Josef Maidl.

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Es folgte ein kurzer Abriss der Veranstaltungen des vergangenen Jahres, das ganz im Zeichen von Prof. Dr. Rudolf Kriß stand. So die von Gernot Anders organisierte Fahrt »Auf Berchtesgadener Spuren im Rottal« mit dem Besuch der volkskundlichen Sammlung von Prof. Kriß im Kloster Asbach, der Kranzniederlegung an seinem Grab anlässlich seines 40. Todestags und des kurzweiligen Vortrags seines Enkels Simon Kriss-Rettenbeck bei der Adventsfeier, ergänzt durch Erinnerungen seines Adoptivsohns Dr. Hubert Kriss. Es konnte auch berichtet werden, dass das bereits in zweiter Auflage vergriffene Buch »Im Zeichen des Ungeistes« von Prof. Kriß heuer eine Neuauflage durch den Verein erleben wird.

Ansonsten fanden noch statt: Führung durch die Wallfahrtskirche und das Wallfahrtsmuseum Maria Kirchental, Besichtigung des Keltendorfes und der Wallfahrtskirche Dürrnberg, Führung durch die Ausstellung »Gold und Silber im Erzstift Salzburg« in Leogang sowie eine Führung über den Bergfriedhof. Vorstandsmitglieder nahmen wieder an den Ortschronistenseminaren in Salzburg, der Tagung der Heimatforscher in München und dem Treffen der Vereinsvorstände der Region 18 in Nußdorf teil.

Alfred Spiegel-Schmidt konnte heuer drei Mitglieder ehren, die dem Verein bereits seit 50 Jahren angehören: Stefan Fischer, Peter Mayr und Marianne Tewes. Sie erhielten als Dankeschön eine Urkunde und das von Manfred Angerer herausgegebene Buch: »Berchtesgadener Fassadenbilder«.

Nach einer Information über das Archiv und seine monatlichen Öffnungszeiten folgte eine kurze Vorausschau auf die Veranstaltungen dieses Jahres. Besonders wurde auf die baldige Fahrt mit den Freunden des Heimatmuseums nach Fürstenfeldbruck sowie auf die Ausstellung »Das ehrsame Handwerk – Zünfte in Berchtesgaden einst und jetzt« im Heimatmuseum Berchtesgaden hingewiesen.

Danach folgte der Höhepunkt des Abends. Erstmals wurde der neu gestiftete »Preis des Heimatkundevereins« verliehen. Er ist mit 500 Euro dotiert und ging an Günther Gödde für seine grundlegenden Forschungen auf dem Gebiet der Forstwirtschaft in Berchtesgaden. Nahezu 30 Veröffentlichungen stammen aus seiner Feder. Höhepunkt ist der Forschungsbericht 38 der Nationalparkverwaltung mit dem Titel »Die Holzbringung aus dem Einzugsgebiet des Königssees bei Berchtesgaden« von 1997. Das Preisgeld soll ein kleiner Ausgleich für die investierte Zeit und die Kosten der vielen Archivfahrten sein.

Anschließend lud Vorstandsmitglied Manfred Angerer zu einem kurzweiligen Fassadenbilder-Quiz. Hierbei konnten die Bilder und ihre Maler erraten und neu entdeckt werden. Manchen hat es sicher angeregt, das ein oder andere gefährdete Fassadenbild nochmals im Original zu besichtigen. In geselliger Runde klang die Versammlung gemütlich aus, immer wieder untermalt durch Volksmusik, die von Stefan Moser organisiert worden war. A.H.