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Heimische Christbaum-Schnäppchen

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Hunderte Fichten, Hunderte Besucher: Wenn der Forstbetrieb Berchtesgaden zum Christbaumverkauf ruft, kommen sie alle. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Ausverkaufsstimmung beim Forstbetrieb Berchtesgaden. Im Angebot: 300 Fichten aus eigenen Wäldern und verschiedene Schmankerl. Der traditionelle Christbaumverkauf ist für Betriebsleiter Dr. Daniel Müller jedes Mal aufs Neue ein Schauspiel.


»Das ist jedes Jahr ein Schauspiel«, sagte Müller, dessen Zuständigkeit sich vom Berchtesgadener Land über den Rupertiwinkel bis in den östlichen Chiemgau erstreckt. Schon nach wenigen Minuten waren die ersten paar Dutzend Bäume weg. Die schönsten Exemplare fanden ihren Abnehmer sofort, so mancher kaufte gleich mehrere. Anders als bei anderen Christbaumverkäufen stammen Fichten aus dem Einzugsbereich des Forstbetriebs. »Aus Weißbach und Petting«, so Daniel Müller. Und weil die Bäumchen recht günstig im Angebot waren, fügte der Chef hinzu: »ein Draufzahl-Geschäft für die Bayerischen Staatsforsten«.

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»Ich komme jedes Jahr, weil die heimischen Bäume länger halten als jede Nordmanntanne«, sagte ein Berchtesgadener Kunde. Das bestätigte auch Klaus Gerlach, der zwar wegen der Kehlsteinwege bereits mehrfach im Clinch mit dem Forstbetrieb lag. Trotzdem kauft er Christbäumchen aus der Region aus Überzeugung. Ein paar Meter weiter findet ein ähnliches Schauspiel statt: Wildbret in Hülle und Fülle. Das Fleisch, das an diesem Tag am Brandholz verkauft wurde, stammt von Tieren aus der Umgebung. Insgesamt 26 Rehe, sechs Gämsen und sechs Stück Rotwild waren geschossen worden.

Neben der Wildsalami und dem Rotwildschinken war es das Rotwildfilet, das für besondere Aufmerksamkeit sorgt. Rehwildschlegel, Gamswildrosenziemer, Gulasch. »Die Leute bleiben, bis alles weg ist«, freute sich Forstbetriebsleiter Daniel Müller. Kilian Pfeiffer