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Hilf mit bei der Jugendfeuerwehr

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Die Gemeinderatskandidaten der Freien Wähler Schönau am Königssee zeigten sich beeindruckt von der professionellen ehrenamtlichen Tätigkeit der Feuerwehrler. Kommandant Wasti Walch (vorne 3.v.l.) führte die Gruppe durch das Schönauer Feuerwehrhaus. Foto: privat

Schönau a. K. (FW/ FFW) – Für Montag, 20. Januar, sind alle Jugendlichen und deren Eltern um 19 Uhr ins Schönauer Feuerwehrhaus eingeladen, um mehr über die Arbeit der Feuerwehr und die Kameradschaft im Team zu erfahren. Erstmals bietet sich nicht nur Buben, sondern auch Mädchen die Möglichkeit, in die Jugendfeuerwehr einzutreten.


Über das Feuerwehrwesen in ihrer Gemeinde insgesamt und speziell über die ehrenamtliche Nachwuchsarbeit informierten sich die Freien Wähler Schönau am Königssee. Stefan Radmann gab in einer prägnanten Präsentation im Schulungsraum der Schönauer Wehr einen Überblick über Einsätze, Struktur und Finanzierung. Kommandant Wasti Walch führte mithilfe einiger seiner Kameraden die zahlreich gekommenen Gemeinderatskandidaten über zweieinhalb Stunden hinweg durch das Haus und beantwortete vielfältigste Fragen: Fahrzeuge, Atemschutz, Chemieschutz, Einsatzleitung, Funk, neue Helme, Rettungsschere, Wärmebildkamera und anderes. Insbesondere der hohe zeitliche Aufwand für die Vor- und Nachbereitung von Einsätzen, etwa für das Befüllen der Druckluftflaschen und die durchzuführenden Überprüfungen und Formalitäten, waren vielen so nicht bewusst.

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Um den großen Anforderungen beim Brand- und Katastrophenschutz gewachsen zu sein, bedarf es jedoch nicht nur technischer Ausrüstung und Gerätschaften, sondern auch engagierter und verantwortungsbewusster Feuerwehrmänner und -frauen. Die Grundlage hierfür wird in der Jugend geschaffen. Im Jahr 2013 nahmen 17 Jungfeuerwehrler an 24 Jugendübungen und Unterweisungen in den Bereichen Geräte- und Fahrzeugkunde, Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Personenrettung, Unfallverhütung und Funkausbildung teil.

Jugendwart Mario Graf fuhr mit den Nachwuchskräften zu einer gemeinsamen Kreisjugendübung an die Bacheifeldschule und zu einem angenommenen Schulbrand in die Ramsau, bei der die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden zum Einsatz kam. Um sich untereinander besser kennenzulernen, gibt es vergnügliche Zusammenkünfte wie etwa Sportveranstaltungen oder Ausflüge.

Alle Jugendfeuerwehrler erhalten dieselben professionellen Helme, Schuhe und Handschuhe wie die Erwachsenen, von 14 bis 16 Jahren gibt es dazu einen blauen Jugendfeuerwehranzug, ab 16 sind auch Hose und Jacke identisch, sodass ein optimaler Schutz gewährleistet ist. Da im Moment keine Reservehelme mehr vorrätig sind, werden für die Neuzugänge Neuanschaffungen nötig, welche die Freien Wähler befürworten. »Bei der persönlichen Schutzausrüstung muss der Mensch im Mittelpunkt stehen und nicht die Kosten. Es sollte für die Gemeinde eine Selbstverständlichkeit sein, diese vollumfänglich zu bezahlen«, so Bürgermeisterkandidat Richard Lenz. Der Königsseer Feuerwehr wollen die Freien Wähler in Kürze ebenso einen Besuch abstatten.