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Höflichkeit schützt vor Strafe nicht: Italiener konnte nicht zahlen und landet in Haft

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Foto: Bundespolizei

Freilassing – Weil er seinen Haftbefehl über 2700 Euro nicht bezahlen konnte, musste ein 66-jähriger Italiener am Mittwoch seine Reise beenden. Er kam ins Gefängnis.


Am Mittwochmorgen unterzogen die Schienenfahnder der PI Fahndung Traunstein die Reisenden im Nachtzug von Rom nach München einer Kontrolle.

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Kurz nach seiner Einreise in das Bundesgebiet bei Freilassing rückte auch ein grauhaariger älterer Herr in den Fokus der Fahnder. Während der Kontrolle zeigte sich der 66-Jährige äußerst höflich gegenüber den Beamten.

Ein Abgleich seiner Personalien mit dem polizeilichen Fahndungsbestand zeigte, dass die Beamten wieder einmal das richtige Gespür hatten. Denn der Italiener wurde seit 2013 von der Staatsanwaltschaft München mit Haftbefehl wegen Urkundenfälschung gesucht. Gegen den Kraftfahrer wurde Ende 2011 wegen Dokumentenfälschung in Zusammenhang mit Kfz-Hehlerei ermittelt und anschließend vom Amtsgericht Starnberg ein Haftbefehl über 2700 Euro erlassen.

Da der Mann das Geld nicht aufbringen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, wo er ersatzweise eine Freiheitsstrafe von 90 Tagen zu verbüßen hat.