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Höhere Gauabgabe macht den Trachtlern Sorgen

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Die Burschen des GTEV D‘Almrauscher übergaben zum Abschluss der Frühjahrsversammlung die Standarte an den GTEV D‘Edelweißer. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Noch nicht abfinden wollen sich die Trachtlerinnen und Trachtler im Berchtesgadener Land mit der erhöhten Gauabgabe. »Hier müssen wir noch einmal nachverhandeln«, sagte Vorsitzender Sepp Wenig auf der Frühjahrsversammlung der Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes im Gasthof »Brenner Bräu«. Künftig will man sich nur noch einmal anstatt bislang zweimal im Jahr treffen.


Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber erklärte den Trachtlerinnen und Trachtlern, warum er Mitglied im GTEV D'Watzmanner ist: weil es wichtig sei, die Tradition zu leben. Die Aktivitäten der Brauchtumsvereine seien nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die Gäste des Berchtesgadener Landes sehr wichtig. Schriftführerin Renate Murf verlas in ihrem detaillierten Rechenschaftsbericht die vielfältigen Aktivitäten der Vereinigung seit der Herbstversammlung.

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Kassier Hans Walch gab Einblick in die finanzielle Situation der Vereinigung, die trotz höherer Ausgaben immer noch auf gesunden Füßen stehe. Vorstand Wenig begründete die erhöhten Ausgaben mit besonderen Aktivitäten, mahnte jedoch auch an, wieder sparsamer zu wirtschaften. Max Neudecker und Eugen Walch hatten die Kasse geprüft und nachdem die beiden keinerlei Mängel festgestellt hatten, wurde dem Kassier Entlastung zuteil.

Jugendleiter Anderl Neumayer, dem für die Nachwuchsarbeit mit seiner Stellvertreterin Regina Ebner von allen Seiten großes Lob gezollt wurde, ging auf die geplanten Aktivitäten seiner Jugendgruppen ein: Fußballspiel am Sportplatz Voggenbichl auf der Au am 21. Mai; musikalischer Wandertag in der Gern am 24. Juli; Preisplattln der Jugend am 6. November im Kongresshaus.

1. Vorstand Sepp Wenig entschuldigte den Vorstand der Vereinigten Weihnachtsschützenvereine und machte deutlich, dass keineswegs dunkle Wolken zwischen beiden Vereinigungen heraufzögen, sondern Einigkeit zwischen Trachtlern und Weihnachtsschützen herrsche. Detailliert ging der Vorstand auf die finanziellen Forderungen des Gaus ein: »Wir sind auf keinen Fall gegen den Gau, in dem sehr gute Arbeit geleistet wird. Aber im Hinblick auf weitere Abgaben müssen wir noch einmal nachverhandeln und unsere Ansicht darüber deutlich machen. Wir erwarten auf jeden Fall ein Miteinander und möchten nicht, dass sich etwa ein Verein zurückzieht.«

Von einer guten Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Trachtenvereinen und dem Gau sprach auch Gebietsvertreter Tobias Kastner, der auch 2. Vorstand der Vereinigung ist. Aber er machte ebenso deutlich, dass wegen der eingeforderten Erhöhung der Gauabgabe noch nachverhandelt werden müsse. Auf keinen Fall jedoch dürfe die Vereinigung wegen der Erhöhung der Gauabgabe auseinanderbrechen, denn nur gemeinsam sei man stark, so Kastner.

Zum Abschluss der ordentlichen Tagesordnungspunkte wurde die Standarte vom GTEV D'Almrauscher an den GTEV D'Edelweißer übergeben. Die Frühjahrsversammlung der Vereinigung mit Neuwahlen übernahm der GTEV D'Funtenseer. Der Ehrenvorstand der Vereinigung, Heinz Reiner, gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich bei den Neuwahlen nicht viel ändert, weil es mit der aktuellen Vorstandschaft sehr gut funktioniere.

Johann Aschauer (Druckerbodner) forderte die Älteren dazu auf, die Jugend darüber aufzuklären, dass immer die richtige Tracht getragen wird, vor allem zu den großen kirchlichen Festen. Schließlich meldete sich noch der Vorstand des GTEV D'Untersberger Stamm, Richard Grüsser, zu Wort. Er bemängelte, dass zu wenige nach den gemeinsamen Zusammenkünften hinterher noch länger zusammenblieben. Dies gehöre schließlich auch zu einem gedeihlichen Vereinsleben. Danach ging man zum gemütlichen Teil mit Plattlereinlagen und Tänzen der Jugend über. Christian Wechslinger