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Hotel »Geiger« vor dem Verkauf

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Das Hotel »Geiger« ist in die Jahre gekommen. Nun soll es laut Stefan Geiger von einem Investoren-Konsortium abgerissen und durch ein Hotel der Luxuskategorie ersetzt werden. Foto: Anzeiger/cw

»Ich habe mich vertraglich an eine namhafte Investorengruppe gebunden«, so Geiger. »Eine Investorengruppe, die Zeichen setzt«. Geigers Aussagen klingen vielversprechend, Namen nennen darf er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine. Bei den Investoren soll es sich um ein Konsortium deutscher und europäischer Investoren handeln, die weltweit Projekte geplant und erfolgreich umgesetzt haben.


Der Verkauf sei noch nicht über die Bühne gegangen, allerdings sollen alle vertraglichen Details inklusive behördlicher Abwicklung im Laufe des nächsten Jahres erfolgen. »Wir müssen noch eine Menge Hausaufgaben machen, wir befinden uns aber auf einem guten Weg«, so Geiger, der inzwischen in der Nähe von Kiel wohnt und arbeitet. Das Hotel »Geiger«, wie es sich momentan zeigt, steht zwar unter Denkmalschutz. Doch sei die Bausubstanz so schlecht, dass nichts anderes als ein Abriss möglich erscheint, meint der ehemalige Hotelier.

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»Man müsste Abermillionen in die Hand nehmen, um daraus noch was zu machen«. Das Hotel, das seit 1998 leer steht, zeigt sich in einem bedenklichen Zustand. Verwildert ist das Gelände, der Zahn der Zeit nagt an den Fassaden. »Die Statik passt nicht mehr.« Auch aus logistischer Hinsicht sei das Haus völlig veraltet, um einen Betrieb ermöglichen zu können.

Trotz Denkmalschutz, der laut Stefan Geiger besteht, liege eine Abrissgenehmigung des Landratsamts Berchtesgadener Land für das Hotel vor. Der Landrat habe diese bereits in der Vergangenheit erteilt, als es schon einmal um einen eventuellen Verkauf ging. Über konkrete Pläne kann Stefan Geiger zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sprechen, er verrät nur so viel, dass es der Plan sei, ein »sehr luxuriöses Hotel« in der Stanggaß zu verwirklichen.

Seitens der Sparkasse Berchtesgadener Land waren keine näheren Details zu erfahren. »Wir unterliegen dem Bankgeheimnis und können daher das Thema nicht kommentieren«, so Sprecherin Theresia Eschlberger. Bischofswiesens Bürgermeister Toni Altkofer sagte gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger«, dass er die Pläne der Investoren begrüße. Bereits vor einigen Monaten habe sich ein Investoren-Vertreter mit der Gemeinde in Verbindung gesetzt. Damals wurden wenig konkrete Entwicklungskonzepte vorgestellt, die sich in den kommenden Monaten konkretisieren werden. Auch Altkofer bestätigt, dass es sich bei dem geplanten Hotel um ein Haus der höchsten Kategorie handeln soll. Die Lage in der Stanggaß für ein solches Projekt sei fantastisch.

Die Gemeinde hatte eine touristische Nutzung des Grundes für die Zukunft auch schon in der Vergangenheit begrüßt. Demnach freue man sich auf das, was komme mag. Zuviel Optimismus sollte die Gemeinde aber noch nicht an den Tag legen. Schon mehrfach hatten sich potenzielle Investoren für verschiedene Standorte in der Gemeinde interessiert. Meist waren diese dann wieder abgesprungen. kp

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