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Hürdenreiche Heimsuche

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6 Millionen Euro standen für den Neubau in der Stanggaß zur Verfügung. Derzeit prüft man aber alternative Grundstücke, wie die Caritas auf Anfrage mitteilt. (Foto: Pfeiffer)

Bischofswiesen – Das Altenheim St. Felicitas soll für eine Millionensumme neu gebaut werden (wie berichtet). Die Planungen laufen seit eineinhalb Jahren.


Allerdings hat sich das Parkplatzproblem nach dem Verkauf der unweit gelegenen Kurklinik verschärft. »Wir wissen nicht, wie wir das für unseren Neubau lösen sollen«, heißt es aus der Pressestelle des Diözesan-Caritasverbands München und Freising. Aktuell denkt man sogar darüber nach, das Altenheim zu verlegen. Man befinde sich derzeit auf Objektsuche.

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Lange Zeit war nicht sicher, wie es im Altenheim St. Felicitas in Stanggaß weitergehen würde. Das in die Jahre gekommene Haus stand vor einer grundlegenden Veränderung. Wegen fehlender Wirtschaftlichkeit wurde zeitweise sogar eine Schließung nicht ausgeschlossen. Die Caritas informierte darüber, dass eine stationäre Pflegeeinrichtung dauerhaft nicht zu halten sei. Unter den Mitbewohnern machten sich Sorgen breit, zahlreiche Bewohner zogen aus, suchten sich neue Wohnheime. Ein ähnliches Bild auf Mitarbeiterseite. Mehrere Kündigungen gingen beim Diözesan-Caritasverband München und Freising ein, die Enttäuschung unter Bewohnern und Mitarbeitern war damals groß. Vor rund eineinhalb Jahren dann die Kehrtwende: Mehrere Millionen wollte die Caritas in einen Neubau investieren.

Geplant war, den Neubau auf dem Südteil des 14 000 Quadratmeter großen Grundstücks entstehen zu lassen. Angedacht war ein Haus mit etwa 40 Pflegeplätzen. Bereits bestehende Angebote der Tagespflege, der Kurzzeitpflege und der ambulanten Pflege würden zudem in das Konzept integriert werden, hieß es damals. Daran hat sich bis heute nichts geändert: »Die ambulanten Dienste mit Pflege und Beratung entwickeln sich sehr positiv, die Tagespflege wie auch das Altenheim sind gut belegt«, heißt es aus der Presseabteilung. Senioren, die noch zu Hause leben und in der Regel von Angehörigen versorgt und gepflegt werden, können seit vergangenem Jahr für einen kurzen Zeitraum in den Wohngruppen des Altenheims bleiben. Sie nehmen am Programm teil und erhalten dort Pflege und Betreuung.

Doch das Neubau-Projekt ist ins Stocken geraten, weil für das Haus viel zu wenige Parkplätze zur Verfügung stehen. Bislang parken Mitarbeiter an der Straße vor dem Haus. Auf der anderen Seite liegt die ehemalige Kurklinik, die vor wenigen Monaten den Besitzer gewechselt hat. »Durch den Verkauf des Grundstücks hat sich das Parkproblem verschärft«, heißt es bei der Caritas. Das Parkplatzproblem ist angesichts der dichten Bebauung kaum zu lösen, man wolle nun das Gespräch mit dem Kurklinik-Eigentümer suchen, heißt es. Erschwert wird die Situation durch ein weiteres Problem: Eine zusätzliche Zufahrt zum Grundstück, die notwendig wäre, kann nicht realisiert werden.

Weil sich keine Lösung abzeichnet, prüft die Caritas alternative Grundstücke. »Wir hoffen, dass wir zum Jahreswechsel Klarheit haben«, so die Sprecherin. Um welche Gebäude es sich hierbei handelt und wie weit mögliche Gespräche fortgeschritten sind, wurde auf Nachfrage nicht beantwortet. Fest steht nur: Der stationären Betreuung möchte man in der Neuplanung der Einrichtung deutlich weniger Aufmerksamkeit schenken und vielmehr die ambulanten Angebote sowie die Tagespflege ausbauen. Nach Caritas-Aussagen verlaufe die Entwicklung in diesen Bereichen äußerst positiv. Kilian Pfeiffer

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