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Hypothetischer Flugzeugabsturz lockt Innenminister an den Königssee

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Andi Hölzl (l.) und Michael Hallinger sind beide schon seit dreißig Jahren bei der Polizei. Sie arbeiten bei der »Alpinen Rettungsgruppe«, die im Alpenraum bis zum Bodensee aktiv ist.
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Michael Renoth ist einer der fünf Bootsführer bei der Berchtesgadener Polizei. Er brachte seine beiden Kollegen zur Übungsvorbereitung. Fotos: Anzeiger/Voss
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Bergführer Michael Hallinger bereitet sich auf die Übung vor.
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Abseilen: Hallinger landet nach der Begehung des Geländes auf dem Polizeiboot.
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In dieser Felswand am Königssee wird am 26. September ein Flugzeugabsturz simuliert. Um die Übung vorzubereiten, inspizierten die beiden Polizisten Andi Hölzl und Michael Hallinger die Wand.

Schönau am Königssee – Die Alpine Einsatzgruppe der Bayerischen Polizei wird am Donnerstag, 26. September, am Königssee eine große Rettungsübung abhalten. Es wird ein Flugzeugabsturz mit Toten und Verletzten simuliert.


Es wird zweifellos ein Riesenaufwand. Allein 20 Einsatzkräfte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei werden bei der Übung eines Großeinsatzes beschäftigt sein. Es wird der Absturz eines Kleinflugzeuges inszeniert, mit einer toten, einer schwerverletzten und einer vermissten Person, die sich irgendwo in der Felswand unterhalb der Archenkanzel befinden sollen.

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Der Sinn der Übung liegt laut Bergführer Michael Hallinger dabei nicht nur im Training der speziell für Bergeinsätze geschulten Fachkräfte, sondern auch in der Demonstration der Unverzichtbarkeit der Alpinen Einsatzgruppe. Denn unweit der Felswand wird sich ein Elektroboot in Stellung bringen, dass neben dem voraussichtlich erscheinenden Innenminister auch Lokalpolitiker und Journalisten freie Sicht auf die inszenierte Unfallstelle gibt.

Der Schönauer Bergführer Michael Hallinger ist schon seit über dreißig Jahren bei der Polizei und organisiert die Übung. Er und zwei weitere Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe fuhren im Vorfeld am Donnerstag mit dem Polizeiboot zur geplanten »Absturzstelle«, die sich am Fuße der Felswand unterhalb der Archenkanzel befinden soll. Eine Begehung des Geländes sollte zeigen, wo und wie sich die beteiligten Personen sichern können.

Den Ablauf der Übung plante Bergführer Michael Hallinger: »Bei dem Flugzeugabsturz wird es eine schwerverletzte Person geben, die gefunden und dann versorgt werden muss. Ein anderer wird einen toten Insassen spielen«, so der Bergführer. Besonders schwierig wird es, wenn es an die Suche nach dem Vermissten geht, der verwirrt in einem kleinen Waldstück unweit der Absturzstelle umherirren wird.

So kontrollierten Andreas Hölzl, Michael Hallinger und einer der fünf Bootsführer der Polizei, Michael Renoth, das steile Gelände auf Tauglichkeit und auf Sicherungsmöglichkeiten für die beteiligten Personen. Annabelle Voss