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»Ich möchte allen gerecht werden«

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Markus Anfang (r.) gemeinsam mit Bürgermeister Franz Halmich nach der Vereidigung am Montag. (Foto: Rothenbuchner)

Marktschellenberg – Markus Anfang ist seit Montag neuer Gemeinderat in Marktschellenberg. Wie berichtet folgt er Thomas Jander nach und sitzt für die SPD im Gemeinderat. Dem »Berchtesgadener Anzeiger« erzählte der 27-Jährige wie er den Wissensrückstand gegenüber den anderen Gemeinderäten aufholen will und welche Anforderungen er an sich selbst stellt.


Sie haben Anfang Januar das Schreiben erhalten, dass sie Thomas Jander im Gemeinderat nachfolgen sollen. Was war Ihr erster Gedanke?

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Markus Anfang: Ich habe schon eher davon erfahren, weil in Marktschellenberg schon vorher bekannt wurde, dass Thomas Jander aufhört. Somit hatte ich etwas Zeit, mich darauf einzustellen. Am 4. Januar habe ich dann den Brief erhalten und mich natürlich sehr darüber gefreut.

Haben Sie eigentlich damit gerechnet Gemeinderat zu werden?

Anfang: Bei der Wahl 2014 natürlich schon, aber jetzt nicht mehr. Ich hätte nicht gedacht, das Thomas Jander aufhört. Er war ein guter Gemeinderat und kannte sich überall aus. Aber jetzt fehlt ihm wohl die Zeit.

Wie wollen Sie sich jetzt möglichst schnell einarbeiten? Die anderen Marktschellenberger Gemeinderäte haben nach fast drei Jahren Arbeit schließlich einen Wissensvorsprung.

Anfang: Die anderen Gemeinderäte haben mir angeboten mir überall zu helfen, wo ich Fragen habe. Ich brauche nur zu ihnen zu kommen. Und ich habe das »Taschenbuch für Gemeinderäte« bekommen. Da werde ich mich in den kommenden Wochen erst einmal einlesen.

Was ist für Sie jetzt die größte Herausforderung?

Anfang: Die größte Herausforderung wird sein, alles unter einen Hut zu bringen. Ich bin ja Nebenerwerbslandwirt und arbeite 40 Stunden in der Woche bei psm protech, wo ich auch stellvertretender Ausbilder bin. Außerdem habe ich ja auch noch eine Familie.

Welche Anforderungen stellen Sie als neuer Gemeinderat an sich selbst?

Anfang: Es ist mir wichtig, meinen Amtspflichten nachzukommen und ich möchte versuchen, allen gerecht zu werden.

Wollen Sie versuchen in die Fußstapfen Thomas Janders zu treten oder möchten Sie vor allem eigene Akzente setzen?

Anfang: Ich möchte auf jeden Fall eher eigene Akzente setzen. Ich habe eigene Gedanken, die vielleicht auch nicht immer mit dem übereinstimmen werden, was Thomas Jander getan hätte. Alexandra Rothenbuchner