weather-image
26°

»Ich werde Berchtesgaden nie vergessen«

3.6
3.6
Bildtext einblenden
Hat sich in Berchtesgaden von Anfang an wohlgefühlt: der syrische Kurde Shirawan Rammo. Jetzt zieht er mit seiner Familie nach Bochum. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Er war nicht lange da. Doch in den 15 Monaten, die der syrische Flüchtling Shirawan Rammo mit seiner Frau Nurhan und seinem kleinen Sohn Ramin in Berchtesgaden wohnte, hat er viele Freunde gefunden. Der Kurde war überall dabei, wo was los war: Egal, ob bei Vorträgen im »Werk 34« oder beim Winterbaden kürzlich im Königssee. »Mir macht das Spaß, was den Berchtesgadenern Spaß macht«, sagt der sympathische Syrer im »Anzeiger«-Abschiedsinterview. Denn heute zieht Rammo mit seiner Familie nach Bochum.


Herr Rammo, was hat Ihnen in Berchtesgaden am besten gefallen?

Anzeige

Shirawan Rammo: Berchtesgaden hat mir sehr gefallen. Die Leute, die Natur, alles in Berchtesgaden ist lieb. Aber das Beste waren die lieben Leute in Berchtesgaden. Ich hatte wundervolle Monate hier. Vielen Dank an alle, die mir hier geholfen haben: Freunde, Lehrer und alle, die ich kennengelernt habe. Ich werde Berchtesgaden nie vergessen. Ich sage einfach nur: Vielen Dank Berchtesgaden. Wenn ich kann, werde ich Berchtesgaden wieder besuchen.

Warum ziehen Sie nach Bochum?

Rammo: Ich möchte an der Universität Bochum mein Studium der Landwirtschaftsingenieurwissenschaften abschließen. Meine Frau will dort ebenfalls fertig studieren. Sie studiert Anglistik. Ja, und dann möchte ich einen guten Job finden.

Wollen Sie irgendwann einmal zurück nach Syrien?

Rammo: Ich möchte nach Syrien zurückgehen, wenn der Krieg vorbei ist. Und es Sicherheit für alle Syrer gibt: Kurden, Araber, Muslime und Christen. Und alle anderen Religionen. Mein größter Wunsch ist, dass wir Kurden einen eigenen Staat Kurdistan bekommen. Christian Fischer