weather-image
28°

Ideen für die Gestaltung des Ortszentrums

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Wie soll das Bischofswieser Ortszentrum künftig gestaltet werden? Antworten auf diese Frage erhofft sich der Gemeinderat Bischofswiesen durch einen Architektenwettbewerb. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Durch einen städtebaulichen Architektenwettbewerb erhofft sich der Gemeinderat Bischofswiesen Ideen für die künftige Gestaltung des Ortszentrums. Einen Grundsatzbeschluss zur Ausschreibung eines solchen Wettbewerbs fasste das Gremium am Dienstag einstimmig.


Es geht um das Ortszentrum im Bereich Schule, Rathaus und altes Feuerwehrhaus. Nach der Feinuntersuchung sollte nach dem Vorschlag der Regierung von Oberbayern, des Planungsbüros und der Gemeinde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt werden. Der würde laut Verwaltungsmitarbeiter Matthias Irlinger insgesamt rund 160 000 Euro kosten, wozu es aber eine Förderung in Höhe von rund 60 Prozent gebe. Bei der Gemeinde verblieben somit noch 64 000 Euro.

Anzeige

»Es ist sehr wichtig, dass wir hier ganzheitlich vorgehen und nicht nur einzelne Projekte abwickeln«, betonte Hans Metzenleitner (SPD). Er hielt es für wichtig, dass man sich eine auswärtige Expertise einhole, um das Zentrum untersuchen zu lassen. Schließlich sei man ja selbst nicht selten betriebsblind, weshalb man sich Zeit lassen und einen Architektenwettbewerb durchführen sollte. »So können wir einen Ortskern kreieren, der diesen Namen auch verdient«, sagte Metzenleitner.

»Das Ganze kommt mir ziemlich teuer vor und wir sollten aufpassen, dass wir uns hier nichts vertun«, stellte Michael Lichtmannegger (CSU) fest. Nach seiner Meinung müsste immer der Gemeinderat entscheiden, was passiert. So sah es auch Oliver Schmidt (CSU), der von »immensen Kosten« sprach. Schmidt plädierte dafür, dass der Gemeinderat zunächst näher umreißen sollte, welche Art von Vorschlägen man sich erwarte. »Ich kann mir nicht vorstellen, welche Neuigkeiten eine Feinuntersuchung bringen soll.« Oliver Schmidt hat nach eigenen Worten Angst davor, »dass die Sache mit dem Ideenwettbewerb zum Selbstläufer wird und wir uns überfahren lassen.«

Diese Sorgen konnte Bürgermeister Thomas Weber Oliver Schmidt und einigen anderen Gemeinderäten nehmen. »Es geht nur um einen Grundsatzbeschluss«, sagte der Rathauschef. Auf einer Sondersitzung am 10. Februar wolle man dann die Rahmenbedingungen festlegen. »Wir werden nichts aus der Hand geben«, versprach Thomas Weber. Man erhoffe sich viele Informationen und Ideen. Über die könne dann der Gemeinderat verfügen und den endgültigen Planungsauftrag so erteilen, wie man es sich vorstelle. »Alle Ideen gehören uns.« Die relativ hoch angesetzten Kosten begründete Weber mit der Bezuschussung durch die Städtebauförderung. »Durch das hohe Preisgeld können wir hervorragende Planer und Architekten bekommen.«

So ließen sich am Ende auch die Skeptiker überzeugen und der Grundsatzbeschluss zur Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs fiel einstimmig aus. UK