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Im Markt herrscht Parkplatznot

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Mangelware: Am Samstagabend waren alle auf der Suche nach Parkplätzen. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Alle wollten am Samstag in den Markt. Der Berchtesgadener Advent und das Ringen im Kongresshaus lockten Tausende. Hinzu kam noch die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden, ebenfalls im Kongresshaus. Als die Parkplätze allerdings knapp wurden, waren entweder Geduld oder kreative Einfälle notwendig, um das Auto abzustellen.


Zunehmend problematisch wird die Parksituation im Markt. Vor allem dann, wenn Großveranstaltungen stattfinden. Egal, ob Marktfest, »Berchtesgaden leuchtet« oder verkaufsoffener Marktsonntag. Fast schon »dramatisch« war die Parksituation am Samstag, als zwei Großereignisse aufeinanderprallten. Zum einen der Berchtesgadener Advent, der seit Beginn Menschen in Scharen lockt. Busse-weise werden sie angekarrt, der Christkindlmarkt ist zum Besuchermagneten geworden. Wenn dann zur selben Zeit auch noch Ringen stattfindet, Berchtesgaden gegen Traunstein, ist das Chaos perfekt. Weit über 1 000 Leute strömten ins Kongresshaus, um den heimischen Ringern beim Siegen zuzusehen (siehe eigenen Bericht auf der Sportseite). Viele Fans kamen aus der Traunsteiner Gegend nach Berchtesgaden, hatten aber gleich zu Beginn Probleme beim Finden eines Parkplatzes. Denn die Tiefgarage beim Kongresshaus war schon am frühen Abend gesteckt voll. Die Ampel sprang auf Rot, die Autos stauten sich in langer Schlange. Der Stau reichte einige Male bis zurück zum Triembachereck und noch weiter. Selbst Hupen half da nicht weiter. Rein in die Garage konnten allerdings nur wenige und nur dann, wenn gleichzeitig ein anderer rausfuhr.

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Also galt es, kreativ zu sein und sich einen anderen Platz fürs Auto zu suchen. So war das Credo des Abends, erst einmal alle Parkplätze im Umfeld abzufahren, einmal die Dr.-Imhof-Straße rein, schauen, ob noch was frei ist, die Ludwig-Ganghofer-Straße weiter bis zum Parkdeck, um auch hier festzustellen, dass mindestens einer vor einem schneller war. Vierjahreszeiten-Parkplatz? Fehlanzeige. Und selbst auf dem Buchwinkler-Parkplatz fand man am Samstagabend kein Plätzchen mehr für den Pkw. Mehrere Runden musste man drehen, und großes Glück haben, überhaupt einen zu bekommen.

Beliebt waren also jene Stellflächen, die eigentlich verboten sind, aber mangels Alternativen herhalten mussten. Seitenstreifen, Gehwege, die Straße selbst. »Das macht mir Sorgen«, sagte eine Berchtesgadenerin, die mit Hund unterwegs war. »Von Mal zu Mal wird es schlimmer.«

In der Tat sind die Parkplätze im Markt knapp, aber die Situation dürfte sich auch in Zukunft nicht ändern. Wie auch? Der Platz fehlt. Außerdem gibt es ausreichend weitere Parkplätze, die allerdings einen Fußmarsch erfordern. Ausweichstellplätze, so hieß es schon vor einigen Monaten aus der Marktgemeinde, seien am Mühlbach zu finden, auf dem Salinenplatz, am »Haus der Berge«, einige wenige am Rathaus oder in der Tiefgarage im Nonntal. Auch bei der Grundschule gibt es welche. Am Samstag sah es da allerdings schlecht aus.

Und so werden sich die Besucher der hiesigen Veranstaltungen im Markt auch künftig damit abfinden müssen, nur mit viel Mühe und Geduld einen Parkplatz zu finden, wenn sie ihr Auto im Zentrum abstellen wollen. Kilian Pfeiffer