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Im Zeichen von Ehrungen

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Die gute Nachwuchsarbeit im WSV Königssee dokumentierte die Sportlerehrung mit 28 Aktiven.
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17 langjährige Mitglieder wurden beim WSV Königssee für ihre Treue zum Verein ausgezeichnet. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Schönau am Königssee - Die 63. Jahreshauptversammlung des WSV Königssee machte deutlich, welch hohen Stellenwert der WSV Königssee im deutschen Wintersport hat. Dies bestätigte auch Hannes Rasp, der neue Bürgermeister von Schönau am Königssee, der sich glücklich schätzt, in seiner Kommune einen solch erfolgreichen Verein zu wissen. Ein großes Lob richtete Rasp zum einen an die erfolgreichen Sportler, aber auch an die Wegbereiter als Trainer und Funktionäre sowie Vorstand Hannes Schneider, der die Versammlung schnell abwickelte.


Schneider freute sich einen großen Teil der knapp 700 Vereinsmitglieder zur Jahreshauptversammlung in der Gaststätte »Bergheimat« begrüßen zu können. Unter den Gästen befanden sich neben mehreren Ehrengästen auch viele erfolgreiche Sportler, wie die Doppelolympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt.

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Nach dem Totengedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder Anita Hölzl, Mathias Hell und Josef Nestle ließ Schneider das wohl erfolgreichste und ereignisreichste Vereinsjahr in der 63-jährigen Geschichte des WSV Königssee Revue passieren.

»Der WSV bringt nicht nur immer wieder großartige Sportler hervor, der Verein führte mit einem Stab an bewährten und fleißigen Helfern auch im letzten Jahr wieder eine Vielzahl hochkarätiger Sportveranstaltungen durch.« In seinem Rückblick auf das 49. Seefest am Königssee sprach Schneider von einem neuerlich großen Erfolg, für das Jubiläumsfest im Juli hat man sich gerade für das berühmte Feuerwerk etwas Besonderes einfallen lassen.

Die traditionellen Vereinsmeisterschaften konnten aufgrund des schneearmen Winters nur im Rennrodeln durchgeführt werden, Eisstock und Ski fielen der warmen Witterung zum Opfer.

Hoffnungsvoller Nachwuchs

Mit Freude verwies der Vorstand auf knapp 200 Nachwuchskräfte in den verschiedenen Sparten, die zu großen Hoffnungen Anlass geben. »Wir fördern nicht nur den Spitzensport, eine unserer Aufgaben ist auch den Breitensport zu beachten«, erklärte Schneider weiter. Mit berechtigtem Stolz verwies Schneider darauf, dass sich gut 50 Sportlerinnen und Sportler des WSV Königssee in einem Kader befinden und sich im Rennsport bewähren. Dahinter stehen natürlich viele Helfer und Institutionen sowie auch die Gemeinde Schönau am Königssee, denen der Vorstand besonders dankte.

Die Berichte der Abteilungsleiter lagen wie immer in schriftlicher Form auf. Den vier Abteilungsleitern Eduard Schultz (Eisstock), Rainer Hinterseer (Rodel), Birgit Winkler/Tristan Mölter (Skeleton), Sepp Springl (Bob) und Klaus Brandner (Ski) sowie den Sportwarten und Übungsleitern mit ihren weiteren Helfern dankte Schneider für ihre steten großen Bemühungen zum Wohle des Vereins. Auch Martin Ernst für die Snowboarder und Josef Wenig für die Läufer galt des Vorstands Dank.

Große Anerkennung seitens der Vereinsführung erging an Kassier Robert Pletzer, der sich in besonderer Weise um den WSV Königssee verdient gemacht hat und gemeinsam mit der Vorstandschaft Schwierigkeiten mit dem Finanzamt ausräumen konnte.

Ein angenehmer Tagesordnungspunkt jeder Versammlung ist die Ehrung erfolgreicher Sportler und langjähriger treuer Mitglieder (siehe Kasten). Urkundengestalter Hans Brandner und Mucki Köllhofer machten sich in der Vorbereitung dafür wieder einmal sehr verdient.

Geschenk für die Doppelolympiasieger

Ein besonderes Geschenk wurde den Doppelolympiasiegern Tobias Wendl, Tobias Arlt und Felix Loch zu Teil. Robert Ackermann bezahlte zum Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund Hin- und Rückflug nach Berlin. Fedor Radmann organisierte ordentliche Karten, der FC Bayern München lud das erfolgreiche Trio zum Festbankett nach dem Finale ein und der WSV Königssee bezahlte den Rest.

Bürgermeister Hannes Rasp drückte seinen Stolz über die großartigen Sportler, vor allem über das Rennrodeldoppel Wendl/Arlt aus. »Das Wichtigste für einen Verein ist eine gute Nachwuchsarbeit, die beim WSV Königssee stimmt«, lobte Rasp. Vom neuen Leistungszentrum am Krautkaser erhofft sich der neue Bürgermeister weitere Impulse, auch für den WSV Königssee. »Leider habe der miese Winter dem Training am Grünsteinlift einen Strich durch die Rechnung gemacht«, bedauerte das Gemeindeoberhaupt. Daher übernahm die Kommune die Kosten für den Totalausfall.

Christian Wechslinger