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»Insula« will investieren und modernisieren

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Das Haus Nummer 8 in der »Insula« steht seit 1945 leer. Nach den Plänen des Evangelisch-Lutherischen Diakoniewerks Hohenbrunn soll hier eine moderne Einrichtung für Pflegebedürftige und für seniorengerechtes Wohnen entstehen. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Die nächsten 20 Jahre wird das Evangelisch-Lutherische Diakoniewerk Hohenbrunn mit Um- und Neubauarbeiten in der »Insula« ausreichend zu tun haben. Davon geht Heike Winkler, Leiterin der Zentralverwaltung im Diakoniewerk, aus. Sie stellte den Bischofswieser Gemeinderäten die Pläne am Dienstag persönlich vor und stieß damit durchwegs auf Zustimmung. Zur Umsetzung der verschiedenen Bauvorhaben ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes Voraussetzung, die das Gremium per einstimmigem Beschluss einleitete.


Beabsichtigt ist laut Heike Winkler vor allem, dass das seit 1945 leer stehende Haus Nummer 8 wieder einer Verwendung zugeführt wird. Voraussichtlich wird es wohl einen Abbruch des Gebäudes und einen Neubau geben. Untergebracht werden sollen darin ein Pflegebereich sowie ein Bereich für seniorengerechtes Wohnen. Das nicht weit entfernte »Haus am Park« wird nämlich vermutlich ab 2016 die Anforderungen nach dem Pflege- und Wohnqualitätsgesetz nicht mehr erfüllen können, weshalb die neuen Räumlichkeiten gebraucht werden. »Mit dieser Veränderung werden wir die Insula für die Zukunft gut aufstellen können«, zeigte sich Heike Winkler zuversichtlich. Das dann frei werdende »Haus am Park« soll schließlich das Adipositas-Rehazentrum aufnehmen. Das bislang für die Adipositas-Patienten genutzte Haus wird man wiederum wohl abreißen müssen.

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Vorgesehen ist auch die Errichtung eines Sportplatzes auf der Freifläche neben dem Kindergarten. Noch nicht fest steht dagegen, ob für die für die Pflegeplätze notwendigen Stellplätze eine Tiefgarage gebaut wird. »Da müssen wir erst die Ergebnisse eines Bodengutachtens abwarten, denn der ganze Bereich ist ja von Mooren umgeben«, so Heike Winkler. Weitere Parkflächen für Mitarbeiter sollen auf der Ostseite des »Insula«-Geländes entstehen.

Sehr aufgeschlossen stehe man den »Insula«-Plänen gegenüber, versicherte Paul Grafwallner (UBB). Der lobte vor allem, dass der parkähnliche Innenbereich der Anlage unangetastet bleiben soll. »Die Verantwortlichen legen großen Wert darauf, sich nicht selbst etwas zu verbauen«, sagte Grafwallner, mahnte allerdings zur Vorsicht, dass man die benachbarten Biotope nicht schädige.

»Die Insula ist für den südlichen Landkreis ein Kompetenzzentrum über die Generationen hinweg«, stellte Hans Metzenleitner (SPD) fest. Dass man die Einrichtung mit den verschiedenen Projekten jetzt zukunfts- und krisensicher machen wolle, sei eine »super Sache für die Insula selbst und für die Struktur der Gemeinde«. Und für die CSU signalisierte Josef Pletzer die Unterstützung der »Insula«-Pläne.

»Es war von Anfang an ein offener, transparenter Dialog mit der Insula-Leitung«, lobte auch Bürgermeister Thomas Weber. Der bezeichnete die Einrichtung als wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde. Die aktuellen Modernisierungspläne gefallen dem Rathauschef vor allem deshalb so gut, »weil der Innenbereich von Bauten freigehalten und stattdessen nur auf bestehenden Bauflächen etwas Neues entsteht«. Ulli Kastner