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Jauche für Fischsterben verantwortlich

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In der Unterau betreibt der Fischereiverein Berchtesgaden-Königssee eine Fischaufzuchtanlage. Jetzt steht fest, dass Jauchekeime für die dort vorgekommenen Fischsterben verantwortlich sind. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Nach der Auswertung von Wasserproben steht nun fest: Die Einbringung von Jauche in den Kainbach ist dafür verantwortlich, dass es in einer Unterauer Fischaufzuchtanlage vermehrt zu Fischsterben gekommen ist. Der Verursacher steht allerdings nicht fest.


Betreiber der Fischaufzuchtanlage, die mit dem Wasser des Kainbachs gespeist wird, ist der Fischereiverein Berchtesgaden-Königssee. Wiederholt war es hier in den vergangenen Jahren zu Fischsterben gekommen, wovon insbesondere die seltenen und sensiblen Seesaiblinge betroffen waren. Erst am 30. August dieses Jahres waren erneut Seesaiblinge in größerer Anzahl im Alter von einem halben Jahr und eineinhalb Jahren in den Aufzuchtbecken der Fischaufzuchtanlage verendet. Der Fischereiverein beziffert den jetzt entstandenen Schaden auf etwa 3 000 Euro. Es wurde Anzeige wegen Gewässerverunreinigung erstattet. Der Tiergesundheitsdienst Bayern wertete daraufhin Wasserproben aus. Diese erbrachten eine sehr hohe Keimbelastung, verursacht durch Jauche. Eine unmittelbare Schad- oder Einleitungsstelle konnte aufgrund der Länge und begrenzten Zugänglichkeit des Kainbaches und seiner Zuläufe nicht festgestellt werden.

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Die Polizei weist deshalb die Landwirte darauf hin, nur im Sinne der geltenden Gülleverordnung zu düngen. Das bedeutet, dass bei der Jauche-Ausbringung ein Abstand von mindestens drei Metern zu offenen Gewässern einzuhalten ist. Ein Abschwemmen in oberirdische Gewässer ist zu vermeiden. Außerdem dürfen die Nährstoffe nicht ausgebracht werden, wenn der Boden wassergesättigt, überschwemmt, tiefgefroren oder schneebedeckt ist. fb