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Jedes Kind hat einen Betreuungsplatz

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Bischofswiesen – Der Gemeinderat Bischofswiesen hat sich in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause ausführlich mit dem Thema Kinderbetreuung beschäftigt. Die gute Nachricht von Gemeindegeschäftsführer Rupert Walch: Zum 1. September kann für jedes Kind ein Betreuungsplatz geboten werden. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, soll der Kinderkrippenbereich allerdings noch weiter ausgebaut werden.


Um gezielt planen zu können, hatte die Gemeindeverwaltung im April alle Eltern von Kindern im Alter bis zu 14 Jahren angeschrieben und zum Thema Kinderbetreuung befragt. Etwa zwei Drittel der Eltern nahmen an der Befragung teil. Das Ergebnis: Die Zahl der Krippenplätze ist eher knapp bemessen, die Zahl der Kindergarten und -hortplätze dagegen ausreichend. Bedarf an Tagesmüttern gibt es anscheinend nicht. Derzeit werden in der Kindertagesbetreuung (Kita) Winkl 63 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und im Kindergarten Insula 71 Kinder betreut. In der Kinderkrippe in Winkl sind 17 Kleinkinder in Betreuung und in der Insula weitere 26 Kinder. »Auffällig ist, dass in beiden Krippen eine Vielzahl von ortsfremden Kindern betreut werden, und zwar in Winkl fünf und in der Insula elf«, informierte Gemeindegeschäftsführer Rupert Walch. Es handele sich dabei überwiegend um Kinder aus Nachbargemeinden, vor allem aus Berchtesgaden, wo kein ausreichendes Betreuungsangebot vorhanden sei. Auch im Krippenbereich werden außergemeindliche Kinder betreut.

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Für Kindergarten und Kinderhort stehen in Bischofswiesen keine Kinder auf der Warteliste, für die Krippe allerdings zwei. Daher habe man bereits beim Landratsamt um Aufnahme von drei weiteren Kindern in Winkl gebeten, so Walch. »Dann können zum September voraussichtlich alle Kinder mit einem Betreuungsplatz versorgt werden.«

Um im Krippenbereich für künftige Entwicklungen gerüstet zu sein, beschloss der Gemeinderat bauliche Maßnahmen an der Krippe Insula in erheblicher Höhe zu bezuschussen. Die Baukosten werden voraussichtlich etwa 197 000 Euro betragen. Von den nicht durch den Staatszuschuss gedeckten, förderfähigen Kosten übernimmt die Gemeinde zwei Drittel. Ein Drittel muss von der Insula selbst finanziert werden. »Ähnlich wie beim Kindergartenbau überschreitet die Gemeinde ihren Pflichtanteil damit erheblich«, wies Walch hin.

Durch die zusätzlichen Plätze in der Krippe Insula kann die Gemeinde für etwa 44 Prozent der berechtigten Kinder einen Krippenplatz anbieten. Aktuell nehmen in Bischofswiesen etwa 34 Prozent der Eltern das Angebot eines Krippenplatzes wahr.

Über eine verlängerte Mittagsbetreuung wurden die Eltern der Grund- und Mittelschüler Bischofswiesen befragt und gebeten, ihre zeitlichen Wünsche mitzuteilen. Von allen angeschriebenen Eltern, hätte allerdings nur ein einziges Paar Rückmeldung gegeben, teilte Rupert Walch mit. Der Gemeinderat beschloss daher, zum Schuljahr 2013/2014 keine längeren Zeiten bei der Mittagsbetreuung einzuführen.

Um künftig flexibel auf einen sich ändernden Bedarf reagieren zu können, wurden Regelungen und Gebührenfestlegungen in eine neue Kindertagesstättensatzung und die dazugehörige Gebührenordnung aufgenommen. Änderungen an den Gebühren ergaben sich dadurch nicht.

Außerdem segnete der Gemeinderat einstimmig ab, zum 1. September zusätzliches Personal für die Kindertagesstätten der Gemeinde einzustellen. Kathrin Thoma-Bregar