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Jetzt auf sicherer Strecke durch das Tiefenbachtal

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Mit dem Durchschneiden des Bandes erfolgte die offizielle Freigabe der Kreisstraße BGL 5 (v.l.): Franz Gruber (Ingenieurbüro HPC), Peter Mall (Teerag-Asdag AG), Diakon Bernhard Hennecke, Pfarrer Peter Schulz, Landrat Georg Grabner, Bürgermeister Franz Halmich und Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt. (Foto: Wechslinger)

Marktschellenberg – Der Ausbau der Tiefenbachstraße in Marktschellenberg hätte eigentlich sechs Monate nach dem Spatenstich im April letzten Jahres fertig sein sollen. Doch höhere Gewalt mit Starkregen und zwei massiven Hangrutschungen verzögerten die Arbeiten. Die offizielle Freigabe der Kreisstraße BGL 5 mit Weihe erfolgte nun gut ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten am Donnerstagnachmittag in der Scheffau.


In die Verbesserung der Verkehrssicherheit und einen gemeindlichen Schmutzwasserkanal wurden mehr als 3 Millionen Euro investiert, knapp 1,9 Millionen kamen aus Fördermitteln des Freistaates Bayern.

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Landrat Georg Grabner und Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich zeigten sich trotz des überschrittenen Zeitfensters und deutlicher Mehrkosen mit dem Ergebnis des Straßenbaus im Tiefenbachtal zufrieden. Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt in Traunstein erläuterte den Gästen der Eröffnungsfeier die Baumaßnahme und deren Werdegang. Die alte Straße durch das Tiefenbachtal sei nicht mehr zeitgemäß und zu schmal gewesen, so Bambach. Die Straße den heutigen Ansprüchen anzupassen, bedeutete eine große Herausforderung für die Baufirma Teerag-Asdag und das planende Ingenieurbüro HPC aus Übersee am Chiemsee, erklärte der stellvertretende Bereichsleiter des Staatlichen Bauamts weiter. Bambach dankte im Besonderen den betroffenen Anrainern, die über eine lange Zeit eine größere Umfahrung hinzunehmen hatten.

Landrat Georg Grabner bestätigte das intensive Bemühen des Landkreises um eine Verbesserung der Verkehrssicherheit und lobte die Zusammenarbeit mit betroffenen Grundstückseigentümern sowie die vorbildliche Arbeit aller an den Bauarbeiten beteiligten Firmen. Jetzt sei die Kreisstraße in ihrem Aufbau den technischen Erfordernissen angepasst, frostsicher und tragfähig, so Grabner.

Die neue Fahrbahnbreite beträgt im Schnitt 3,50 Meter und ist beidseitig mit standfesten Banketten von einem Meter ausgestattet. Zusätzlich wurden Entwässerungsmulden eingearbeitet. Im Bereich des Tiefenbaches wurde die bachseitige Stützmauer ertüchtigt und mit einer Absturzsicherung versehen. Die Böschungen sind jetzt zudem gegen Steinschlag gesichert.

Der Marktschellenberger Bürgermeister Franz Halmich stellte die zunehmende Verkehrsbedeutung der Straße als Verbindungslinie für den grenzüberschreitenden Verkehr sowie als Erschließungsstraße für mehrere Ortsteile heraus. Die Verlegung des Schmutzwasserkanals sei für Marktschellenberg sehr wichtig und wäre ohne die Nutzung der Kreisstraße nahezu unmöglich gewesen, so der Bürgermeister, der den betroffenen Anliegern für das Verständnis dankte. Dank sprach das Gemeindeoberhaupt auch den Grundstückseigentümern aus, die zur Abtretung oder zum Tausch von Grundstücksflächen bereit gewesen waren.

Den kirchlichen Segen spendeten Diakon Bernhard Hennecke und Pfarrer Peter Schulz. Eine Abordnung der Musikkapelle Marktschellenberg gestaltete die Feierstunde mit. Christian Wechslinger

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