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Jugendliche Zeltgruppe bei Schleierfahndern "gestrandet"

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Die Reisegruppe von der Karibikinsel St. Martin campierte neben der Polizeistation in Piding.

Piding – Weil ihr Fahrzeug zur Sicherstellung ausgeschrieben war, musste eine siebenköpfige Jugengruppe am Montagabend einen nächtlichen Zwischenstopp bei der Polizei einlegen.


Auf dem Chiemsee-Parkplatz bei Bernau kontrollierte am späten Montagabend eine Streife der Verkehrspolizei Traunstein ein französisches Mietfahrzeug "Renault Master" auf der Autobahn 8 in Fahrtrichtung München. Im Bus saß die siebenköpfige Jugendgruppe mit ihrer Begleiterin, die allesamt von der französischen Karibikinsel St. Martin stammten. Sie waren auf dem Rückweg von einem Campingurlaub in Kroatien nach Paris.

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Eine Überprüfung des Mietfahrzeugs brachte keine guten Nachrichten hervor für die Begleiterin; der Transporter war aktuell von den französischen Behörden zur Sicherstellung ausgeschrieben. Zuständigkeitshalber wurde die weitere Sachbearbeitung durch Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein übernommen.

Da die Ermittlungen in Frankreich erst am Dienstag möglich waren, wurde der Gruppe kurzer Hand gestattet, ihren "Campingurlaub" zu verlängern und die Zelte erneut auf einer Wiese neben der Dienststelle in Piding aufzuschlagen.

Am Folgetag wurde die Sicherstellung des Renault von den französischen Behörden bestätigt. Die Schuld hierfür lag jedoch offensichtlich nicht bei der Mieterin, sondern beim Vermieter.

Mit einem Fernreisebus konnte die Jugendgruppe schließlich von Salzburg aus die Rückreise nach Paris antreten. Die Begleiterin wird wohl bei der nächsten Reise einen anderen Mietwagenanbieter wählen.

Der unfreiwillige Zweitagesaufenthalt im Berchtesgadener Land bei der Polizei schien der Jugendgruppe offensichtlich wenig ausmachte.

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