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7 Prozent weniger Gäste in der Tourismusregion – Positive Halbjahresbilanz

Juni deutlich schwächer als im Vorjahr

Berchtesgadener Land – Nach den guten Tourismuszahlen mit zweistelligen Zuwachsraten in einigen Monaten des laufenden Jahres lief nun der Juni für die Gastgeber in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) deutlich schlechter als der Vorjahresmonat. 7,01 Prozent weniger Gäste kamen ins südliche Berchtesgadener Land, die Übernachtungszahlen gingen um 7,13 Prozent zurück.

Auch die grandiose Landschaft um Bindalm und Mühlsturzhörner konnte im Juni einen Ramsauer Tourismusrückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat nicht verhindern. (Foto: BGLT)

Trotz des eher bescheidenen Monats Juni kann das laufende Tourismusjahr immer noch mit positiven Zahlen aufwarten. So kamen im ersten Halbjahr mit 212 409 Gästen genau 16 230 Urlauber mehr in die TRBK als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von 8,27 Prozent. Auch bei den Übernachtungen sieht es noch immer gut aus. Mit einem Zuwachs von 50 253 Übernachtungen auf 897 823 Nächtigungen liegt das Plus von Januar bis Juni bei 5,93 Prozent.

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Im eher mäßigen Juni zogen sich die Vermieterinnen und Vermieter in der Marktgemeinde Berchtesgaden noch am besten aus der Affäre. Hier lag der Gästerückgang bei nur 1,09 Prozent, das Übernachtungsminus bei 5,17 Prozent. In der Halbjahresbilanz steht die Marktgemeinde mit + 12,20 Prozent bei den Gästen und + 9,49 Prozent bei den Übernachtungen im Bereich der TRBK ebenfalls am besten da.

In Schönau am Königssee verbuchten die Gastgeber im Juni ebenfalls Rückgänge. Das Minus beträgt bei den Gästen 8,31 Prozent und bei den Übernachtungen 6,19 Prozent. Ähnlich sieht es in der Gemeinde Ramsau aus. 7,59 Prozent weniger Gäste kamen im Juni in die Nationalparkgemeinde, was zu einer Übernachtungsabnahme von 7,21 Prozent führte.

Am schlechtesten im Vergleich zum Vorjahresmonat schnitten im Juni die Gemeinde Bischofswiesen und die Marktgemeinde Marktschellenberg ab. In Bischofswiesen gab es mit einem Minus von 17,95 Prozent bei den Gästen und einem Minus von 13,17 Prozent bei den Übernachtungen einen herben Einbruch. Und die Gastgeber in Marktschellenberg müssen einen Gästerückgang von 14,19 Prozent und ein Minus von 12,82 Prozent bei den Übernachtungen verkraften. Die Aufenthaltsdauer im Verbandsgebiet ging in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 von durchschnittlich 4,32 Tagen auf 4,23 Tage zurück. Ulli Kastner