Bildtext einblenden
Die vier CSU-Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahlen im Herbst 2023 sind (von links) Bezirksrat Georg Wetzelsperger, Franziska Böhnlein, Ministerin Michaela Kaniber sowie Lukas Niederberger.

Kaniber und Wetzelsperger als Kandidaten gewählt – Versammlung der Kreisdelegierten der CSU im Berchtesgadener Land

Die CSU im Berchtesgadener Land geht wieder mit Staatsministerin Michaela Kaniber als Direktkandidatin in die Landtagswahl und mit Bezirksrat Georg Wetzelsperger als Direktkandidat in die am gleichen Tag im Herbst 2023 stattfindende Bezirkstagswahl. Als Listenkandidaten wurden Franziska Böhnlein für den Landtag und Lukas Niederberger für den Bezirkstag nominiert. Die Entscheidungen fielen bei der Kreisdelegiertenversammlung in Ainring. Böhnlein und Niederberger müssen noch bei der Listenaufstellung des CSU-Bezirksverbands Oberbayern im März nächsten Jahres gewählt werden.


Michaela Kaniber wurde mit 98,9 Prozent gewählt, es fehlte nur eine einzige Stimme zu einem 100-Prozent-Ergebnis. Wetzelsperger erhielt sogar das einstimmige Votum der Versammlung. Die Listenkandidaten wurden in offener Abstimmung einstimmig nominiert. Kaniber, die auch Kreisvorsitzende der CSU im Berchtesgadener Land ist, zeigte sich beeindruckt vom Ergebnis: »So können wir mit starkem Rückhalt vor die Bürger treten«. Sie versprach einen fairen, aber auch engagierten und kämpferischen Wettstreit im nächsten Wahljahr für eine gute Zukunft in Südostoberbayern.

»Jeder von uns hier weiß, was in seiner Gemeinde in den letzten Jahren bewegt wurde. Und das war eine Gemeinschaftsleistung mit den Verantwortlichen vor Ort. Das geht nur, wen Landespolitiker, Bezirksräte, Landräte, Bürgermeister und alle anderen Kommunalpolitiker an einem Strang ziehen. Das ist immer ein Gemeinschaftswerk. Das hat in der Vergangenheit außerordentlich gut funktioniert«, sagte Michaela Kaniber in ihrer Rede.

Zur Energiekrise verwies sie darauf, dass der Freistaat in den zurückliegenden Jahren enorme Zuwächse bei der Solarenergie und bei der Biomasse vorweisen könne. Dass jedes Potenzial genutzt werden müsse, gelte bei aller Rücksichtnahme auf das Landschaftsbild auch für die Windenergie. »Und wir haben die Möglichkeit, an der Salzach ein Wasserkraftwerk zu bauen.« Allein dieses Wasserkraftwerk könnte 50 000 Haushalte versorgen, so die Ministerin. »In der jetzigen Energiekrise und in Zukunft brauchen wir jedes Kilowatt eigener Versorgung, wenn wir unabhängiger von anderen Staaten werden wollen.«

Georg Wetzelsperger aus Teisendorf verwies in seiner Bewerbungsrede augenzwinkernd auf sein Sternzeichen Stier und die diesem nachgesagten Eigenschaften. Stiere seien loyal, beständig, kreativ, zufrieden und hätten ein großes Herz. »Ich persönlich bin mit meiner Situation sehr zufrieden, aber ich bin nicht zufrieden, so lange es politisch noch etwas zu verbessern gibt. Und es gibt immer etwas zu verbessern. Deshalb werde ich keine Ruhe geben.« Mit Leidenschaft schilderte er die Herausforderungen im sozialen und kulturellen Bereich, für die der Bezirk zuständig sei. Große Bedeutung habe für ihn als bekennenden Christ das christliche Menschenbild seiner Partei. Der frühere CDU-Politiker Christoph Böhr habe mal mit Blick auf das »C« im Namen der Unionsparteien von der »Unverrückbarkeit des Anspruchs« gesprochen, das habe ihn sehr beeindruckt und leite ihn. Seine Rede schloss er mit einem Plädoyer für das Ehrenamt. Er wolle sich für eine Vernetzung von Ehrenamtlern einsetzen, um deren Engagement zu unterstützen.

Franziska Böhnlein aus Berchtesgaden ist beruflich in der vierten Generation in einem Familienbetrieb der Energiebranche tätig, wie sie der Versammlung berichtete. Der Schneizlreuther Lukas Niederberger, der sich für den Bezirkstag Oberbayern bewirbt, möchte mit seiner noch jungen kommunalpolitischen Erfahrung die Anliegen junger Menschen und Familien einbringen.

»Wir sind stolz auf eine Ministerin, die unsere Region so stark vertritt, auch im Kabinett«, lobte der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch die erneut kandidierende Stimmkreisabgeordnete. Über Bezirksrat Georg Wetzelsperger sagte er, dass dieser »das Herz am rechten Fleck« habe. Sein Amtskollege Bernhard Kern erinnerte an den Zusammenhalt. Dieser sei zwingend notwendig, wenn die gewaltigen Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden sollen. Das gelte nicht nur parteiintern, das sei in der gesamten Bürgerschaft notwendig und auch zwischen den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land.

Durch die Versammlung und die Wahlen der vier Kandidaten führte Franz Maier, Geschäftsführer der CSU im Bundeswahlkreis Traunstein, zu dem auch der Landkreis Berchtesgadener Land gehört.

fb