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Kaputte Klamm, klamme Kassen, Kirchgasse

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Hielt einen umfassenden Rechenschaftsbericht in der Bürgerversammlung: Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich. Foto: Anzeiger/Fischer

Marktschellenberg – Gigantische Unwetterschäden und deshalb viele neue Schulden (wir berichteten vorgestern). Das waren die schlechten Ereignisse. Die Guten: Die Kirchgasse ist endlich fertig, die Kindergartenerweiterung auch. Zu Beginn der Bürgerversammlung am Mittwochabend im Veranstaltungssaal des Feuerwehrhauses ließ Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich (FWG) die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren.


Stolz zeigte sich Halmich über den Kindergartenanbau. Den der sei nicht ganz einfach gewesen. Zeitdruck wegen befristeter Fördermittel, wenig Platz in einem denkmalgeschützten Gebäude. Lage direkt an der Ortsstraße und eine schlechte Heizung. »In beinahe Rekordzeit haben wir sämtliche Probleme gelöst und die Krippe nach nur sechs Monaten Bauzeit in Betrieb genommen«, freute sich Halmich. Zwölf neue Plätze für Kinder unter drei Jahren und vier im Kindergarten stehen nun zur Verfügung. Kostenpunkt: 570 000 Euro. Eigenanteil: 100 000 Euro.

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Alles andere als erfreulich sei für Marktschellenberg allerdings gewesen, dass die Marktgemeinde gleich zweimal von starken Unwettern betroffen worden war. Während die Schäden Anfang Januar mit 270 000 Euro noch relativ überschaubar geblieben seien – 130 000 Euro zahlt der Freistaat – habe das Hochwasser im Juni Zerstörungen in Höhe von etwa 2 Millionen Euro verursacht. »Besonders betroffen waren die Almbachklamm mit rund 1,2 Millionen sowie Gemeindestraßen und die Versorgungseinrichtungen des Marktes und das Rathaus mit Heizung und Keller«, so der Bürgermeister. Er hob dabei die unbürokratische und schnelle Hilfe der Bundeswehr bei der Beseitigung der massiven Schäden hervor. Inzwischen seien alle Sanierungsmaßnahmen größtenteils erledigt und Zuwendungsanträge gestellt. Halmich hofft auf einen Fördersatz von etwa 80 Prozent.

Ein Großprojekt ging im vergangenen Jahr mit riesigen Schritten voran: der Kanalausbau. So wurde die Ortskanalerweiterung auf der Köpplschneid mit Glockenweg fertig. Das Investitionsvolumen betrug gut 90 000 Euro. An staatlichen Zuweisungen flossen 540 000 Euro, die Grundstückseigentümer mussten 193 000 Euro zahlen. Fast fertig ist der Kanalbau bei den Barmsteinen, eine Kooperation mit dem benachbarten Österreich. In Planung: Götschen-Mehlweg und Gastag-Hartlhöh-Hirschbichl-Kraxenberg.

Ganz besonders freute sich Franz Halmich über die Behebung der Kirchgassen-Problematik. Die beiden Baumaßnahmen zur Aufweitung der Engstelle zwischen der Pfarrkirche und dem gegenüberliegenden Anwesen waren im Juli abgeschlossen worden. Ebenso sei die Verbreiterung der hinterliegenden Straße fast fertig. »Es fallen nur noch kleinere Arbeiten an«, so Halmich. Christian Fischer